"Mit Glück und mehr Selbstver­trauen"

30. Juli 2007, 11:01
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So könnte es für Red Bull Salzburg mit der Qualifikation für die Champions League klappen - Trainer Tra­pattoni im Interview

Salzburg - Giovanni Trapattoni, der Star-Trainer von Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg, geht mit hohen Zielen in die neue Saison. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung in der T-Mobile Bundesliga ist natürlich der Sprung in die Champions-League-Gruppenphase das große Ziel des 68-jährigen Erfolgscoaches aus Italien. Im Interview sprach Trapattoni über seine Erwartungshaltung für das Spieljahr 2007/08.

Wie schätzen Sie Ihre Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr ein?

"Wir sind im heurigen Sommer um 20 Prozent besser. Wir brauchen nicht alle Jahre zehn Spieler kaufen, es reicht, wenn wir die zwei, drei, fünf richtigen bekommen. Wir haben diese Spieler gefunden, doch sie brauchen ein bisschen Zeit. Aber wir haben die Qualität schon gesehen, vor allem von Leitgeb."

Haben Sie aufgrund der jüngsten Verletzungen Sorgen im Sturm?

"Wir erwarten vorne noch einen Stürmer, aber wir haben noch Zeit."

Wie stehen Salzburgs Chancen auf eine Champions-League-Teilnahme?

"Mit Glück bei der Auslosung und mehr Selbstvertrauen können wir aufsteigen. Wir hatten gute Tests, und Arsenal wird der große Test."

Was erwarten Sie von den neuen Spielern?

"Mit den neuen Spielern haben wir neue Möglichkeiten, vor allem mit Ilic. Wir brauchen im Mittelfeld drei körperlich starke Spieler. Bei internationalen Spielen ist eine andere Qualität und eine andere Mentalität gefragt, denn es herrscht ein anderer Druck. Wir haben in den Testspielen aber schon gesehen, dass die Mannschaft spielerisch weiter ist. Es funktioniert schon."

Ist es schwierig, als Klub aus der österreichischen Liga auf internationaler Ebene zu bestehen?

"Wenn wir in Europa spielen, haben wir eine Chance. Das Ziel muss sein, dass Salzburg sich auf internationalem Niveau etabliert und damit leichter Stars nach Österreich kommen."

Wie schätzen Sie die Kräfteverteilung in der heurigen Bundesliga-Saison ein?

"Viele Mannschaften haben sich verstärkt. Ich glaube, Rapid wird der schwierigste Gegner und auch die Austria wird zurückkommen."

Mit welcher Erwartungshaltung gehen Sie in die neue Saison?

"Es war immer meine Philosophie und Stärke als Trainer, dass es nicht wichtig ist, was wir erreicht haben, sondern was wir erreichen werden. Wir können nicht träumen. Es ist neue Meisterschaft, eine neue Herausforderung mit neuen Gegnern."

Welche Rolle spielt der interne Konkurrenzkampf in Ihrer Mannschaft?

"Die Spieler wissen, dass es einen großen Konkurrenzkampf bei uns gibt, Gott sei Dank! Das müssen die Spieler verstehen. Ich habe quasi 22 Söhne, aber ich habe die Verantwortung für den Verein und die Mannschaft. Sie müssen sich immer beweisen und zeigen, dass sie in Form sind."

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    Steuermann, halt das Schiff nicht an!

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