Schwere Unwetter in Indien, Afghanistan und Pakistan

1. Juli 2007, 20:46
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Pakistans Militär brachte 10.000 Zyklon-Opfer in Sicherheit: 113 Tote - Schwere Hochwasser

Turbat/Pakistan - Nach dem verheerenden Wirbelsturm "Yemyin" im Süden Pakistans hat das Militär mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht. "Insgesamt sind etwa 800.000 Menschen von dem Zyklon und dem schweren Hochwasser betroffen", sagte ein Militärsprecher am Samstag. Seit Anfang der Woche wütet der Wirbelsturm über der südlichen Küstenregion Pakistans. Lokale Medien berichteten, dass inzwischen 113 Menschen dabei ums Leben gekommen seien, die Behörden sprachen von 27 Todesopfern.

Unterdessen wurde Kritik laut, dass die Regierung zu langsam auf die Katastrophe reagiert habe. Bewohner der Region sagten, vor allem die Lebensmittel reichten bei weitem nicht. Hunderte von hungrigen Menschen hatten sich am Freitag heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert und Behördenräume geplündert. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, als die Polizei Schüsse abfeuerte.

Der Militärsprecher kündigte an, dass auch am Wochenende Lebensmittel per Hubschrauber und Flugzeug in die Krisenregion gebracht würden. Insgesamt seien bereits 50.000 Tonnen Hilfsgüter geliefert worden.

In Afghanistan starben nach NATO-Angaben mindestens vier Menschen in den Fluten, in Indien kosteten die Stürme mehr als 120 Menschen das Leben.

Pakistan: Zerstörungen durch Zyklon Wie Medien am Freitag berichteten, war die Grenzregion zu Afghanistan besonders betroffen. Die starken Regenfälle überschwemmten Felder und lösten Erdrutsche aus. Viele Dächer von Holzhäusern im Gebirge seien nach tagelangem Regen eingebrochen. In der Stadt Landikotal starben acht afghanische Flüchtlinge, als ihre Erdhütte zusammenfiel. Die Behörden hätten die Menschen aufgefordert, sich aus der Nähe von Wasserläufen zurückzuziehen, da selbst kleinere Flüsse ungeheure Wassermassen führten. Vier Brücken wurden fortgespült. Von der wichtigsten Straße für den Verkehr zwischen Pakistan und Afghanistan brach ein Teilstück ein. Tausende von Lastwagen und Tankwagen strandeten im Gebirge.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte tiefes Bedauern über die Opfer der Stürme und betonte, die Vereinten Nationen seien bereit, das Land bei Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. (APA/ag.)

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