U-Ausschuss: Berlin gab dreieinhalb Stunden Auskunft

24. Juli 2007, 11:36
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Dass er bereits vor seinem Einstieg von den Kaufabsichten der Bayern gewusst habe, bezeichnete Berlin als "absurd"

Klagenfurt – Die Familien Piech, Schwarzkopf, von Bötticher etc. sind nicht nur als Aktionäre des deutschen Vermögensverwalters Berlin & Co immer an einem guten Investment interessiert. Ein solches bot sich durch den Einstieg bei der Kärntner Hypo Group Alpe Adria, die vor allem im Südosteuropäischen Raum kräftig wuchs, geradezu an.

Noch dazu, als die Bank durch katastrophale Swap-Verluste und darauffolgende Bilanz-Vertuschungsaktionen dringend frisches Geld brauchte. Nach dem kurz darauf besiegelten Blitzverkauf der Hypo-Mehrheit an die Bayrische Landesbank waren die Investoren, die Tilo Berlin sammelte, um kolportierte 145 Mio. Euro reicher.

Dass er bereits vor seinem Einstieg im Zuge der Hypo-Kapitalaufstockung von den Kaufabsichten der Bayern gewusst habe, bezeichnete Tilo Berlin vor dem Kärntner Hypo-U-Ausschuss als "absurd". Erst sein Einstieg bei der "Skandalbank" habe den Bankwert von 2,5 auf 3,2 Mrd. Euro gesteigert. Den Vorhalt des "Insiderhandels" wies Berlin zurück:"Als wir einstiegen, waren die Bayern noch mit der Bawag beschäftigt." (stein, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.6.2007)

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