Infrastrukturministerium vergibt 52,7 Mio. Euro Forschungsförderung

6. Juli 2007, 15:07
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Vorstellung von sechs Programmen - Ausschreibungsstart 29. Juni

Insgesamt 52,7 Mio. Euro fließen aus den Töpfen des Infrastrukturministeriums (BMVIT) in der ersten Ausschreibungsrunde von sechs Forschungsprogramme. Themenschwerpunkte sind u.a. Verkehr, Luftfahrt, Nano- und Informationstechnologie. Mit der morgen, Freitag, beginnenden Ausschreibung werde "die erste Phase von weiteren Ausschreibung" gestartet, sagte Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl (S) bei einer gemeinsam mit der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) veranstalteten Pressekonferenz heute, Donnerstag, in Wien.

Rechnet man die vom BMVIT eingeplanten Mittel für eine zweite Ausschreibungrunde im Herbst dazu, ergeben sich für 2007 insgesamt 80 Mio. Euro, die über die FFG abgewickelt werden. Für den österreichischen Wirtschaftsstandort, aber auch für den Beschäftigungsstandort, sind dies laut Kranzl ganz wichtige Investitionen. Zugute kommen die aktuellen Mittel fünf thematischen Programmen sowie dem österreichischen Weltraumprogramm der FFG.

Dem Informationstechnologie-Programm "FIT-IT" werden in der neuen Ausschreibung neun Mio. Euro zur Verfügung stehen, die mit je drei Mio. Euro auf die drei Programmlinien "Embedded Systems", "Semantic Systems and Services" und "Systems-on-Chip" aufgeteilt werden. Das österreichische Luftfahrtprogramm "Take Off" wird im ersten Call 2007 mit sieben Mio. Euro besonders der Luftfahrtzulieferindustrie unter die Arme greifen. Das sei ein sehr spezialisierter Bereich, so Kranzl, in dem man auch weiterhin erfolgreich Nischen besetzen wolle.

Die Forschung und Entwicklung (F&E) im Bereich intelligenter Verkehrssysteme wird über die Programmlinie "IV2Splus" mit zehn Mio. Euro unterstützt. "Hier geht es vor allem darum, die Effizienz von Verkehrssystemen zu steigern", so die Forschungsstaatssekretärin. Die Stichworte lauten "Intermodalität", also aufeinander abgestimmte Systeme, sowie Umweltfreundlichkeit. Ebenfalls zehn Mio. Euro werden aktuell im Rahmen der österreichischen "NANO Initiative" ausgeschrieben.

In einem neuen Programm mit Titel "Energie der Zukunft" soll künftig verstärkt der Energiebereich gefördert werden. Die Initiative geht auf das BMVIT sowie das Wirtschaftsministerium (BMWA) zurück, beide Ministerien wollen 2007 jeweils zehn Mio. Euro (20 Mio. Euro gesamt) aufbringen. Mehr wollte die Staatssekretärin vorerst nicht verraten: "Das Programm wird in Kürze von beiden Ministerien präsentiert."

Die thematischen Programme werden mit 29. Juni ausgeschrieben. Am 3. Juli erfolgt die Kick-off-Veranstaltung für das österreichische Weltraumprogramm ASAP (Austrian Space Applications Programme), das mit 6,7 Mio. Euro dotiert ist. Navigation, Telekommunikation sowie Erdbeobachtung stehen im Zentrum der geförderten F&E-Aktivitäten.

Mit den vorgestellten Förderlinien ginge es u.a. auch darum, so Kranzl, "die maximalen Mittel aus dem 7. Europäischen Rahmenprogramm abzurufen". Denn dieses sei um 60 Prozent, auf fast 51 Mrd. Euro, aufgestockt worden.

FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner berichtete, dass im Vorjahr in alle thematischen Programme Investitionen von etwa 75 Mio. Euro geflossen seien. Rund 57 Prozent der Mittel gingen dabei an die Unternehmen, 25 Prozent an die Universitäten sowie 18 Prozent an außeruniversitäre Institute. "Das ist ein klares Zeichen für die starke Vernetzung", die mit den Programmen gefördert würde.(APA)

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