Ex-Google-Mitarbeiter packt bei Microsoft aus

25. Oktober 2007, 11:15
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Die Unterschiede zwischen den beiden Firmen und wo man sich in Redmond noch etwas abschauen sollte oder besser nicht

Das Duell zwischen Microsoft und Google hat nun endlich auch die Blogs dieser IT-Welt erreicht und ist nun auch noch zum Arbeitsplatzwettstreit erwachsen. Ein früherer Microsoft-Mitarbeiter, der zu Google gewechselt war und nun auch dem Suchmaschinenhersteller den Rücken gekehrt hat, berichtete seinem früheren Arbeitgeber über den Konkurrenten. Seine Erzählungen sollen mittlerweile an jeden Microsoft-Mitarbeiter - manchmal auch gleich mehrfach - per Mail ergangen sein und sind nun auch für die Öffentlichkeit verfügbar.

Microsoft ist besser

Ein Blog-Eintrag mit dem Titel "Life at Google - The Microsoftie-Perspective" will zeigen, wie sich die beiden Unternehmen unterscheiden und wer nun der bessere Arbeitgeber sei.

Google ist wie Microsoft früher mal war

"Googles Unternehmenskultur sei mit jener alten Kultur bei Microsoft - damals als das Unternehmen noch voller junger Menschen war - vergleichbar. Diese "Kids" hatten kein Leben also verbrachten sie den ganzen Tag in der Arbeit. Google befriedigt nahezu alle Bedürfnisse der MitarbeiterInnen - zweimal in der Woche neue T-Shirt und dreimal täglich, kostenlose all-you-can-eat-Menüs", so der Erfahrungsbericht.

Der Kampf um Talente

Der gesamte Erfahrungsbericht ist ein Q&A und liefeert zahlreiche Einblicke in die US-amerikanische Unternehmenskultur. Auf die Frage wie man denn gegen Google im Kampf um junge Talente besser bestehen könne, meint der Ex-Google-Microsoftie: "Macht das Essen in der Cafeteria gratis". Pro Mitarbeiter würden Microsoft jährliche Kosten von rund 3.750 Dollar für drei Mahlzeiten, kostenlose Getränke und Snacks anfallen. Anstelle eines höheren Einstiegsgehalts wäre dies aus seiner Sicht ein adäquater Weg.

Say no to Google

Im Vergleich zu Google würde es bei Microsoft aber auch einige Vorteile geben - Microsoft zahle besser und auch die Gesundheitsvorsorge sei wesentlich besser. Auch bei der Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen könne man in Redmond punkten, allerdings ortet der "Informant" hier Verbesserungspotenzial auf beiden Seiten.

Tech Stop

Ein großer Vorteil bei Google seien die so genannten "Tech Stops". Jedes Stockwerk eines Gebäudes besitzt einen solchen und im Falle eines technischen Problems können die Leute direkt zu den IT-Verantwortlichen, die dort sind, kommen und sich Unterstützung holen. Diese Methode würde das Klima unter den MitarbeiterInnen heben, die Problemlösung wäre wesentlich effizienter und schneller und so würden etwa innerhalb einer Stunde alle Probleme am Notebook gelöst.

Fast noch interesanter, als diese Q&A sind dann die Postings unter dem Blog. Hier wird bereits eifrigst diskutiert.(red)

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