Alfried-Krupp-Förderpreis geht an Ulmer Biochemikerin

6. Juli 2007, 18:43
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Birgit Liss erforscht Therapien zum Schutz von Nervenzellen

Ulm/Essen - Die Ulmer Biochemikerin Birgit Liss erhält den mit einer Million Euro dotierten Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer. Die 36-Jährige hat sich "bereits in jungen Jahren einen hervorragenden Ruf" unter anderem auf dem Gebiet der Parkinson-Forschung erworben, hieß in der Begründung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Der Preis ist die am höchsten dotierte Auszeichnung für Nachwuchsforscher in den Natur- und Ingenieurwissenschaften an deutschen Universitäten.

Liss forscht an Therapien zum Schutz der Nervenzellen, um den Krankheitsprozess zu verlangsamen. Bei Parkinson gehen Hirnzellen zu Grunde, die den Nervenbotenstoff Dopamin produzieren. Die Ursache ist noch weitgehend unklar. Liss ist seit April dieses Jahres Professorin für Allgemeine Physiologie an der Universität Ulm. Zuvor war sie unter anderem Juniorprofessorin für Molekulare Neurophysiologie an der Philipps Universität Marburg.

Der Alfried-Krupp-Förderpreis wurde 1986 ins Leben gerufen und bisher an 27 Nachwuchswissenschaftler vergeben. Das Preisgeld soll die Geehrten in die Lage versetzen, unabhängig von öffentlichen Mitteln ihre Arbeit in Forschung und Lehre voranzutreiben. (APA/dpa)

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