Auktionsrekord für "Blumen des Bösen"

5. Juli 2007, 14:46
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Gedichtband mit persönlicher Widmung von Charles Baudelaire an Eugène Delacroix

Paris - Eine dem Maler Eugène Delacroix gewidmete Ausgabe von Charles Baudelaires Gedichtband "Fleurs du Mal" (Blumen des Bösen) ist am Mittwochabend in Paris für 603.200 Euro versteigert worden. Ein anonymer Bieter erhielt bei Sotheby's den Zuschlag. Baudelaire hatte Delacroix das Buch als "Zeugnis ewiger Bewunderung" geschenkt.

Der Gedichtband wurde vor 150 Jahren, am 21. Juni 1857, erstmals veröffentlicht. Bei der Auktion wurden 47 weitere Objekte und Texte von Baudelaire versteigert, darunter ein handschriftliches Manuskript des Gedichts "Le vin des chiffonniers". Insgesamt brachte die Versteigerung einen Erlös von fünf Millionen Euro.

Laut Sotheby's ist dies die höchste Summe, die je für eine Erstausgabe eines Werks der französischen Literatur gezahlt wurde. Das Buch, das aus der Sammlung Pierre Leroy stammte, war auf 300.000 bis 400.000 Euro geschätzt worden. Bisheriger Rekordhalter war mit 440.000 Euro ebenfalls ein Gedichtband: "Eine Zeit in der Hölle" ("Une Saison en Enfer") von Arthur Rimbaud, das am 20. Juni 2006 bei Pierre Berger versteigert worden war. (APA/AP)

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