Motorola besorgt über iPhone

26. Juli 2007, 14:44
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Analyst: Razr2 schließt nicht an Razr-Hype an

Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Motorola hat Bedenken über den Markteintritt des iPhones geäußert. Padmasree Warrior, Chief Technology Officer von Motorola, zeigt sich im Gespräch mit der Financial Times besorgt über die neue Konkurrenzsituation, die das neue Mobiltelefon hervorrufen könnte. "Das iPhone steht weniger im direkten Wettbewerb zu Motorola, als zu den High-End-Geräten von Nokia und Sony Ericsson", sagt hingegen Sal.-Oppenheim-Analyst Nicolas von Stackelberg im Gespräch mit pressetext. Das Handy setzte zwar neue Standards bei High-End-Geräten für Konsumenten, bei Business-Usern werde der Einfluss geringer sein. Motorola versucht unterdessen mit seiner neuen Razr2-Serie an frühere Verkaufserfolge anzuschließen.

Ein hartnäckiger Mitbewerber

Apple sei ein zu respektierender, hartnäckiger Mitbewerber. Trotzdem zeige das iPhone auch Schwächen auf und würde nur einen kleinen Teil des Marktes ansprechen, grenzt Warrior ihre Besorgnis ein. Dies betreffe unter anderem die Technologie für die Datenübertragung. Das iPhone wird nicht mit dem neuen Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), sondern mit dem langsameren 2.5G-Netzwerk ausgestattet sein. Auch der Touch-Screen des iPhones könnte den Kaufanreiz verringern, zumindest bei Smartphone-Nutzern, die Tastaturen bevorzugen, wie sie auch von Motorola angeboten werden. Der Marktantritt von Apples Mobiltelefon steht unmittelbar bevor.

Razr2

Motorola musste nach einem schwachen ersten Quartal die Umsatz- und Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr senken. Bislang konnte das Unternehmen nicht an den Erfolg seines Mobiltelefon Razr anschließen. Mitte Mai stellte Motorola die ersten Modelle seiner Razr2-Serie vor. Mit diesen lege Motorola zwar nach, errege jedoch nicht so viel Aufmerksamkeit wie das Mobiltelefon von Apple, sagt Stackelberg. Jene Hype-Welle, die das Razr ausgelöst hat, könne mit der neuen Serie nicht wiederholt werden, so die Einschätzung des Analysten. Um das Geschäft erneut anzutreiben, sei unter anderem der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen in Emerging Markets für Motorola wichtig. (pte)

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