Barry Callebaut steigert Umsatz

23. Juli 2007, 13:16
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Der Schoko-Produzent profitiert von der großen Nachfrage industrieller Kunden, der Verkauf der Nordamerika-Sparte bleibt eine Option

Zürich - Der Schweizer Kakao- und Schokoladenproduzent Barry Callebaut hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 den Umsatz gesteigert. Der Verkauf des Verbrauchergeschäfts von Brach's in Nordamerika bleibt eine Option.

Brach's zeige eine "anhaltend unbefriedigende Performance", was das Unternehmen zu einer strategischen Überprüfung dieses Geschäfts veranlasst habe, teilte Barry Callebaut am Donnerstag mit. Ein Verkauf, bei dem es erste "Interessenbekundungen" gebe, verspreche dabei "das günstigste Ergebnis".

Doch würden nun auch die Optionen Teilverkauf und Joint-Venture "aktiv" verfolgt, schreibt Barry Callebaut weiter. Brach's erzielt in Nordamerika mehr als drei Viertel des Umsatzes mit Verbraucherprodukten.

Sechs-prozentiges Wachstum

In den neun Monaten bis 31. Mai des laufenden Geschäftsjahres 2006/2007 verkaufte Barry Callebaut 838.349 Tonnen Kakao- und Schokoladenprodukte. Das entspricht einem organischen Wachstum von 6,0 Prozent. Barry Callebaut sei damit doppelt so stark gewachsen als der Weltmarkt.

Der Volumenanstieg sei, insbesondere in Europa, auf die hervorragende Performance des Geschäftsbereichs Industrielle Kunden zurückzuführen. Dieser habe vom Trend profitiert, dass bisher voll integrierte Nahrungsmittelhersteler begonnen haben, ihren Schokoladenbedarf an spezialisierte Partner auszulagern. So konnte Barry Callebaut drei wichtige Lieferverträge mit Nestle, Hershey und Cadbury abschließen.

Der Umsatz stieg unter anderem wegen positiver Währungseffekte um 4,1 Prozent auf 3,285 Mrd. Franken (1,988 Mrd. Euro). Inklusive der außerordentlichen Kakaobohnenverkäufe 2005/06 war der Umsatz leicht rückläufig (-0,1 Prozent).

Die für die drei Jahre von 2005/06 bis 2007/08 geltenden Wachstumsziele bestätigte Barry Callebaut. Das Unternehmen will zudem eine Anleihe über 350 Mio. Euro begeben, um seine finanzielle Flexibilität zu erhöhen. (APA/sda)

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    foto: barry callebaut
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