St. Petersburg: Ermittlungen wegen Polizeiübergriffen

6. Juli 2007, 17:51
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Polizisten löste Kundgebung gegen Putin mit Gewalt auf

St. Petersburg - Die Staatsanwaltschaft von St. Petersburg ermittelt gegen Polizisten, die im April mit Gewalt eine Oppositionsdemonstration aufgelöst hatten. "Nach Untersuchungen von Verletzungen der Demonstranten wurde ein Strafermittlungsverfahren wegen Machtmissbrauchs eröffnet", teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Derartige Verfahren gegen Sicherheitskräfte sind in Russland sehr selten.

Das Vorgehen der Polizei bei der Demonstration am 15. April hatten die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die US-Regierung und Menschenrechtsgruppen als "inakzeptabel" verurteilt. Rund 500 Anhänger des Oppositionsbündnisses "Anderes Russland" von Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow hatten bei dem Protest den Rücktritt von Präsident Wladimir Putin gefordert. Als sie sich nach Ende einer genehmigten Veranstaltung auf eine Metro-Station zubewegten, ging die Polizei mit Gewalt gegen sie vor. Dutzende wurden in Mannschaftswagen gezerrt, wo Polizisten sie traten und sie mit Schlagstöcken schlugen. (APA/Reuters)

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