Drei Bewerber, drei Budgets

4. Juli 2007, 23:41
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Salzburg mit dem deutlich geringsten Budget aller Kandidaten

Salzburg - So sehr sich die drei verbliebenen Kandidaten um die Olympischen Winterspiele 2014 - Salzburg, Pyeongchang (Südkorea) und Sotschi (Russland) - beim Konzept mit zwei Clustern und kurzen Wegen ähnlich sind, so unterschiedlich sind sie bei ihren Budgets.

Für die Durchführung der Spiele rechnet Salzburg mit Einnahmen und Ausgaben von 965 Millionen US-Dollar. Sotschi setzt dafür 1.517 Millionen US-Dollar an, Pyeongchang 1.257 Millionen US-Dollar. Salzburg rechnet mit Einnahmen aus lokalen Sponsorprogrammen von 236 Millionen US-Dollar, Pyeongchang setzt dafür 200 Millionen US-Dollar sowie weitere 100 Millionen US-Dollar von offiziellen Ausstattern an. Sotschi rechnet mit 297 Millionen US-Dollar von Sponsoren und 53 Millionen US-Dollar von Ausstattern.

Beim Ticketverkauf budgetiert Salzburg 164 Millionen US-Dollar, Sotschi 129 Millionen und Pyeongchang 206 Millionen US-Dollar. Bei den Ausgaben für Sicherheit hat Salzburg 18,5 Millionen US-Dollar vorgesehen. Sotschi - das sich in seiner Bewerbung als eine der sichersten Städte der Welt bezeichnet - hat 32 Millionen US-Dollar budgetiert, Pyeongchang 22 Millionen US-Dollar.

Große Unterschiede gibt es bei jenen Investitionen, die - großteils außerhalb der jeweiligen Durchführungsbudgets - in Sportstätten oder das Olympische Dorf zu tätigen sind und in den Bewerbungsdokumenten angeführt sind. So werden in Sotschi Eisstadien, Sprungschanzen, alpine Rennstrecken und Langlaufzentren um rund 806 Millionen US-Dollar errichtet werden. Dazu kommen Investitionen in das Olympische Dorf von 121 Millionen US-Dollar.

Pyeongchang will rund 564 Millionen US-Dollar in neue Langlauf-und Biathlonanlagen, alpine Rennstrecken, Bobbahnen und Eishallen stecken. Die beiden Olympischen Dörfer lassen sich die Südkoreaner rund 292 Millionen US-Dollar kosten. Salzburg verfügt im Gegensatz zur Konkurrenz über die meisten Sportstätten und kommt mit wesentlich weniger Geld aus: Für Neu- und Umbau von Eishallen sowie den Ausbau der Sprungschanzen in Bischofshofen und der Bobbahn in Königssee sind insgesamt 191,6 Millionen US-Dollar veranschlagt. Das Olympische Dorf in Wals und das Schneedorf in Radstadt schlagen mit 91 Millionen US-Dollar zu Buche. (APA)

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