SchülerInnen stürmen das Hohe Haus

3. Juli 2007, 11:54
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Das Jugendparlament debattierte über seine Vorstellungen von Klimapolitik: Mehr Öffentliche Verkehrsmittel, PKW-Maut und bessere Aufklärung

Wien - "Rein ins Parlament" lautet die Devise heute, Mittwoch, und morgen, Donnerstag, für Schülerinnen und Schüler aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark. Das mittlerweile schon zum dritten Mal tagende Jugendparlament wurde auf Grund des großen Interesses heuer erstmals auf zwei Tage ausgedehnt.

Die etwas andere Nationalratssitzung

Und so waren schon am ersten Tag zahlreiche "Nachwuchs-Abgeordnete" der Einladung von Nationalratspräsidentin Brabara Prammer ins Parlament gefolgt. Insgesamt werden an den zwei Tagen rund 250 Jugendliche an der Aktion teilnehmen. Auf der Tagesordnung der Nationalratssitzung der etwas anderen Art stand das Thema Klimaschutz.

Für die Jugendlichen galt es dabei wie im realen Parlamentsalltag in Ausschüssen Fraktionsanträge auszuarbeiten, die dann im Plenum diskutiert und abgestimmt wurden. Nach der Begrüßung durch die Nationalratspräsidentin machten sich am Mittwoch die Jugendlichen aus Wien, Linz und Liezen an die Arbeit. Auffallend war dabei das große Engagement der jungen Menschen, die in zahlreichen Wortmeldungen interessante Vorschläge und Lösungen vorbrachten. Man merkte, dass der globale Klimawandel eine Thematik ist, welche die jungen Menschen betrifft - schließlich wird dieser massive Auswirkungen auf deren Leben haben. So führten die Jugendlichen eine mitunter heiße Debatte.

"Nicht nur Panik verbreiten"

Die zentralen Forderungen der jungen Politikinteressierten waren der Ausbau des öffentlichen Verkehrs bei gleichzeitiger Einführung einer PKW-Maut und die Verpflichtung für Unternehmen, stärker auf Umweltschutz zu setzen - beispielsweise durch die Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem forderten die Jugendlichen mehr Aufklärung und Bewusstseinsbildung für umweltfreundliches Verhalten in Form von Kampagnen.

Seitens der Politik sei es wichtig, so eine Schülerin, nicht nur Panik zu verbreiten und zu sagen, dass alles immer schlimmer werde, sondern vielmehr konkrete Lösungen anzubieten - also den Menschen zu erklären, was man gegen gegen die negative Entwicklung des Weltklimas unternehmen könne. Einig waren sich die "Nachwuchs-Abgeordneten" auch darin, dass die Forschung im Bereich Umweltschutz stärker gefördert und ausgebaut werden müsse. (APA)

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