Die ersten Absolventen der Wiener Journalismus-FH feierten Sponsion

4. Juli 2007, 12:00
posten

39 Magistrae und Magistri FH - Studiengangsleiter Reinhard Christl will in der "internationalen Champions League der Journalismusausbildung mitspielen

Die Wiener Journalismus-Fachhochschule hat am Dienstagabend ihre ersten Absolventen in die Arbeitswelt entlassen. 55 Studenten hatten im September 2003 mit der Ausbildung zu ihrem Traumjob begonnen - 39 von ihnen wurde unter Anwesenheit zahlreicher prominenter Gäste in der Wiener Hofburg nun der Titel Magister/Magistra FH verliehen.

Studiengangsleiter Reinhard Christl hatte sich zum Ziel gesetzt, die "beste" Journalistenausbildung in Österreich anzubieten. Der Erfolg gibt ihm Recht: "Fast alle Studenten sind bereits jetzt in großen Medienhäusern untergebracht", bilanzierte Geschäftsführer Michael Heritsch. Er sei "besonders stolz", dass "das jüngste Kind" der Wirtschaftskammer Wien, die Journalismus FH, "ein so großer Erfolg" geworden ist, betonte er.

Bewerber-Rekord

Laut Christl verzeichne man auch heuer wieder einen Bewerber-Rekord: Auf einen Studienplatz kommen demnach zwölf Anfragen. Für die Zukunft will der Studiengangsleiter "noch höher hinaus" und nicht nur in Österreich sondern in der "internationalen Champions League der Journalismusausbildung mitspielen".

Anneliese Rohrer, die die Absolventen über die Studienjahre hinweg intensiv begleitet hatte, gab ihren Schützlingen noch einen "dringenden" Ratschlag mit auf den Weg: "Leidenschaft und Anstand" hätten die Jungjournalisten nach ihrer erfolgreichen Ausbildung in Zukunft "dringend nötig". Ohne Leidenschaft werde es keine Karriere geben und ohne Anstand "ist es die Karriere nicht wert", so Rohrer.

Festrednerin Alison Smale, Chefredakteurin der International Herald Tribune, betonte außerdem: "Für einen Journalisten gibt es nichts wichtigeres als dabei zu sein." Gerade in Zeiten des Internets, in denen das Gefühl vermittelt wird, dass man das Weltgeschehen ohnehin live miterlebt, sei es "das Beste, Augenzeuge zu sein", denn nur so sei eine "wahrhafte Erzählung möglich", siehe dazu auch: "Gute Geschichte zählt" Herald Tribune"-Chefredakteurin Smale im STANDARD-Interview. (APA)

Share if you care.