"Historischer Gedächtnisschwund"

26. Juli 2007, 17:23
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US-Ausschuss fordert Entschuldigung für Zwangsprostitution

Washington - Japan ist vom Außenpolitischen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses aufgefordert worden, sich ausdrücklich für die Zwangsprostitution von Koreanerinnen und Chinesinnen vor und während des Zweiten Weltkriegs zu entschuldigen. Bis zu 200.000 Frauen aus von der japanischen Armee überfallenen ostasiatischen Ländern waren als Sexsklavinnen missbraucht worden. Dennoch habe Japan im Umgang mit dem Thema aktiv einen "historischen Gedächtnisschwund" gefördert, kritisierte der demokratische Ausschussvorsitzende Tom Lantos.

Verantwortung

Japan solle seine geschichtliche Verantwortung für das Leid der damals "Trostfrauen" genannten Opfer auf klare und unmissverständliche Weise anerkennen, akzeptieren und sich dafür entschuldigen, heißt es in der Resolution der Kommission. Die am Dienstag mit 39 gegen zwei Stimmen beschlossene Resolution soll nun im Plenum des Repräsentantenhauses zur Abstimmung gestellt werden. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte im März erklärt, es sei nicht bewiesen, dass Zwang auf Frauen ausgeübt worden sei, um in japanischen Soldatenbordellen zu arbeiten. (APA/AP)

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