Lauder: EU muss mehr gegen Antisemitismus tun

23. Juli 2007, 17:11
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Neuer Präsident des Jüdischen Weltkongresses verlangt Unterstützung der Europäer für Israel

Brüssel - Die Europäische Union muss nach Ansicht des neuen Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald Lauder, den Kampf gegen Antisemitismus in Europa verstärken. Nötig sei eine europäische Rahmengesetzgebung zur Bekämpfung antisemitischer und rassistischer Gewalttaten, forderte Lauder am Dienstag in Brüssel, wo die Generalversammlung des Europäischen Jüdischen Kongresses tagte. Die EU tue zwar einiges, aber es müsse noch mehr geschehen, sagte der WJC-Chef.

Die EU müsse sich stärker dafür einsetzen, dass Juden beispielsweise wegen des Nahost-Konflikts nicht unter antisemitischen Stimmungen leiden müssten, meinte Lauder, ehemaliger US-Botschafter in Österreich. Er forderte die Union auf, Israel in Zeiten der Bedrohung durch islamistische Gruppen und durch das iranische Regime zu unterstützen. Die deutsche Justizministerin Brigitte Zypries hat während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft einen Rahmenbeschluss gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit durchgesetzt. (APA/dpa)

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