Video: Galapagos auf Roter Liste der UNESCO

27. Juni 2007, 17:28
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Inseln durch Tourismus gefährdet - Niokolo-Koba-National Park im Senegal durch Staudamm bedroht

Christchurch - Das Welterbe-Komitee der UNESCO hat im Rahmen seiner laufenden Sitzung in Christchurch in Neuseeland am Dienstag die Galapagosinseln auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbe-Stätten gesetzt. Die 19 Inseln vor Ecuador waren die erste Region, die die UNESCO 1978 auf ihre Welterbe-Liste gesetzt hatte. Damit sollen einzigartige Landschaften und Bauwerke besonders gewürdigt und geschützt werden. Heute sind 830 Kulturstätten und -landschaften aus 139 Ländern auf der Liste.

Besucher bringen Bio-Invasoren mit

"Die Galápagosinseln (...) gelten als einzigartiges lebendes Museum und als Schaukasten der Evolution", erläuterte das Welterbe-Komitee die Bedeutung. Nach Angaben der UNESCO verbringen die Kreuzfahrtschiffe, die die Touristen bringen, heute mehr als doppelt so viel Zeit dort wie noch vor 15 Jahren. Dadurch sei der Verkehr zwischen den Inseln gestiegen, neue Arten seien eingedrungen, und mehr Menschen seien auf die Inseln gezogen, um die Touristenströme zu bedienen.

Auch der Niokolo-Koba-National Park im Senegal kam am Dienstag auf die Liste der gefährdeten Stätten. Er gilt seit 1981 als Welterbe. Bedroht werde das Gelände am Gambia-Fluss, auf dem Elefanten, Löwen und Leoparden leben, durch einen geplanten Staudamm und durch Wilderer, befand das Welterbe-Komitee.

Dresdner Elbtal vor Streichung von der Liste

Bereits auf der Liste ist das Dresdner Elbtal, dem wegen des umstrittenen Baus einer vierspurigen Brücke aber die Streichung droht. Das Komitee setzte am Montag eine Frist bis zum 1. Oktober, in der eine Alternative zu der geplanten Brücke vorgelegt werden soll. Andernfalls würde das Elbtal von der Liste gestrichen - ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der UNESCO. (APA/dpa)

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    Die Galapogos-Inseln und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt wurde vom UNESCO-Komitee auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbe-Stätten gesetzt.

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