Kein Kommentar zur eigenen Ritterschaft

1. Juli 2007, 19:43
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Salman Rushdie will sich zur losgebrochenen Empörung nicht äußern: "Ich habe mich einfach entschieden, mich für den Augenblick dem Sturm fern zu halten"

New York - Der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie will sich zu der Empörung in Teilen der muslimischen Welt über seinen Ritterschlag durch Königin Elizabeth II. nicht äußern. Rushdie erklärte auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP in New York per E-Mail: "Die britischen Behörden haben mich nicht gebeten, etwas zu tun oder nicht zu tun. Ich habe mich einfach entschieden, mich für den Augenblick dem Sturm fern zu halten." Auf die Frage, ob er in Betracht erwogen habe, auf die Ehrung zu verzichten, antwortete er: "Niemand schlägt etwas aus."

Rushdies Ritterschaft wurde Anfang des Monats auf der Ehrenliste zur Geburtstagsfeier der Königin bekannt gegeben. Wegen seines Romans "Die Satanischen Verse" hatte 1989 der damalige geistige Führer des Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, in einem religiösen Erlass zur Tötung Rushdies aufgerufen. Das Buch wurde von vielen Muslimen als Blasphemie aufgefasst. Khomeinis Fatwa zwang Rushdie, ein Jahrzehnt im Untergrund zu leben. (APA/AP)

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