Dailymotion wildert erfolgreich in YouTubes Revier

6. Juli 2007, 15:07
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Französisches Videoportal erobert Platz Eins im Heimatmarkt - Auch in den USA stark

Die französische Videoplattform Dailymotion hat auch bei Internetnutzern in den USA Fuß gefasst. In einer aktuellen Studie untersuchte Comscore die Performance von Videoseiten, die es nicht in das Top-Ten-Ranking der beliebtesten Videoportale der USA geschafft haben. Auf Dailymotion tummelten sich demnach im April 4,7 Mio. Videostreamer aus den USA. Damit hat die Website unter den Außenseitern eine relativ starke Position in den USA, so die Bewertung von Comscore-Analysten, und stellt US-Videoportale wie Metacafe und Break in den Schatten.

Reichweite

Dailymotion hat auf dem französischen Markt schwer gegen YouTubes Dominanz zu kämpfen. Erst kürzlich startete das zu Google gehörende Videoportal eine französischsprachige Version. Nun liegt Dailymotion laut dem Webtraffic-Zähler Alexa in Frankreich knapp vor YouTube auf Platz neun der meistbesuchten Webseiten. YouTube rangiert auf Platz elf. In den USA schafft es Dailymotion auf Platz 54 der meist frequentierten Internetseiten.

Ranking

In Deutschland liegt das Videoportal MyVideo abgeschlagen auf Platz 20, während YouTube den fünften Platz der meistbesuchten Webseiten der Deutschen belegt. Eine Internationalisierung steht bei MyVideo in naher Zukunft nicht bevor. "Eine englische Version ist in den kommenden Wochen oder Monaten zwar nicht geplant. Internationalisierung ist aber auf jeden Fall ein Thema", sagt MyVideo-Sprecher Tilo Bonow gegenüber pressetext. Im Vordergrund stehe derzeit die Stärkung der Position im deutschsprachigen Raum, so Bonow weiter.

Background

Dailymotion wurde im März 2005 von Benjamin Bejbaum und Olivier Poitrey aus der Taufe gehoben, kurz nachdem YouTube und Google Video starteten. Im Dezember 2006 verzeichnete das Videoportal laut eigenen Angaben 22 Mio. unique visitors und 2,5 Mio. Mitglieder. Der wichtigste Markt für Dailymotion ist mit 38 Prozent Frankreich, gefolgt von den USA mit 18 Prozent und Großbritannien mit sechs Prozent. (pte)

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