Sparstift wird erneut gespitzt

24. Juli 2007, 13:31
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Nach dem angekündigten Jobabbau von 950 Posten will die AUA-Gruppe heuer beim Einkauf 30 Millionen Euro sparen

Wien - Die Austrian Airlines Group (AUA) dreht weiter an der Kostenschraube: Nun wurde der Einkauf zentralisiert und dessen Abläufe optimiert. Bis Ende des Jahres soll sich die Maßnahme mit 30 Mio. Euro weniger Materialkosten zu Buche schlagen. Für die Restrukturierung der Abteilung hat sich AUA-Chef Alfred Ötsch den deutschen Consulter Drozak geholt, schreibt das "Wirtschaftsblatt" in seiner Dienstagsausgabe.

Nach dem angekündigten Jobabbau - 950 Posten fallen weg, 500 Mitarbeiter müssen bis Ende 2007 gehen - hat die AUA-Gruppe jetzt ihre Einkaufsabteilung umgebaut und auf neue Beine gestellt. Nach Angaben des beauftragten Beratungsunternehmens habe man vor allem bei der Technik, dem Ground Handling und der Cargo-Abfertigung Kostenvorteile lukrieren können, zitiert das "Wirtschaftsblatt" Jacek Drozak.

Transparenz in den Abläufen

Bisher seien dort in der Vergangenheit öfter Bestellungen am zentralen Einkauf vorbeigegangen, erklärte Drozak. "Ab jetzt ist immer ein Mitarbeiter des Einkaufs in die Prozesse eingebunden, neben der jeweiligen Fachabteilung", sagte er. Damit könne zu "nachhaltig günstigeren Preisen" eingekauft werden. Zudem wurde das Beratungsunternehmen, das auch Siemens zu seinen Kunden zählt, beauftragt, für mehr Transparenz in den Abläufen zu sorgen und die Mitarbeiter zu schulen.

Die von der AUA eingeleiteten weitreichenden Sanierungsmaßnahmen werden nach Angaben von AUA-Chef Ötsch erst im Jahr 2008 "richtig greifen". Das heurige Jahr sei noch ein "Übergangsjahr". Die reduzierten Personalkosten würden sich erst 2008 im vollen Umfang aufs AUA-Ergebnis auswirken, erklärte er kürzlich.

Auch die Qualitätsoffensive des österreichischen Home-Carriers und der Umbau der Business-Klasse in zehn Maschinen hat das Unternehmen mit zusätzlichen 30 Mio. Euro belastet. (APA)

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    Bis Ende des Jahres sollen 30 Millionen Euro eingespart werden.

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