Spritpreise auf Rekordhoch, nächster Preisschub zum Wochenende

23. Juli 2007, 16:00
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Wie die Arbeiterkammer (AK) Mitte Juni erhob, lagen die Spritpreise um durchschnittlich neun Prozent über dem Schnitt des ersten Quartals

Wien - Die Spritpreise sind auf neuem Rekordniveau und der nächste Preisschub steht bereits vor der Tür. Wie die Arbeiterkammer (AK) Mitte Juni erhob, lagen sie um durchschnittlich neun Prozent über dem Schnitt des 1. Quartals 2007. Im Vergleich stiegen die Preise für Eurosuper um fast neun Cent pro Liter (8,4 Prozent), der Dieselpreis erhöhte sich um 1,7 Cent pro Liter (1,8 Prozent). Am 1. Juli legen die Preise durch die Anhebung der Mineralölsteuer dann nochmals bei Diesel um 17 und bei Benzin um 7 Prozent zu.

Ost-West-Gefälle

Wobei die Preise auch im Juni wieder ein starkes Ost-West-Gefälle aufwiesen. Wien liegt im Mittelfeld. Zwischen den billigsten Bundesländern - Burgenland und Steiermark - und den teuersten Bundesländern - Salzburg und Vorarlberg - beträgt der Preisunterschied bei Eurosuper und Diesel im Durchschnitt sieben Cent pro Liter. "Im Westen Österreichs gibt es nach wie vor kaum Wettbewerb zwischen den Tankstellen", kritisierte in diesem Zusammenhang die Kammer.

Autobahntankstellen

Hohes Sparpotenzial hat das Vermeiden von Autobahntankstellen. Dort kostet nämlich ein voller Tank bis zu fünf Euro mehr.

Günstiger bleibt das Tanken bei Diskontern und freien Tankstellen. Sie verrechnen bei Diesel im Durchschnitt um 3,1 Cent pro Liter weniger, bei Eurosuper um durchschnittlich 2,7 Cent pro Liter weniger als die teuerste Markentankstelle Shell, so die Arbeiterkammer.

MöSt-Erhöhung

Am 1. Juli steigt in Österreich die Mineralölsteuer (MöSt), wodurch sich der Literpreis bei Diesel um 6 und bei Benzin um 3,6 Cent erhöht. Damit rückt Österreich - genau vor der Urlaubssaison - vom 17.-teuersten auf den 11.-teursten Platz innerhalb der EU vor. Bei Eurosuper klettert Österreich von Platz 15 ebenfalls auf Rang 11. Im Vergleich zu Deutschland, Italien, Frankreich und Portugal ist Österreich aber noch immer billiger. Das geht aus einem aktuellen Preisvergleich des ARBÖ hervor.

Der ÖAMTC hat heute vorgerechnet, was die MöSt-Erhöhung konkret für die Geldbörsen bedeutet: "Wenn man von einem Auto mit durchschnittlichem Verbrauch von acht Liter/100 Kilometer ausgeht und eine Laufleistung von 15.000 Kilometern im Jahr annimmt, ergeben sich daraus 1.200 Liter Sprit, die in den Tank fließen. Aus der Erhöhung der MöSt resultieren daher jährliche Mehrkosten von 43 Euro bei Benzinern und satte 72 Euro Mehrkosten bei Dieselfahrzeugen", so der ÖAMTC. (APA)

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