Österreich und Ungarn vereinbaren Aktionsplan

13. Juli 2007, 15:41
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Neuer Grenzwert für Chlorid und strengere Umweltauflagen für Gerbereien - Geothermie Fürstenfeld soll bis Ende 2009 auslaufen

In der Kontroverse um die Verschmutzung der Raab durch Schaumbildung im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet haben sich beide Länder auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt. Bei einem Treffen im ungarischen Sarrod am Dienstag haben die Umweltminister beider Länder, Josef Pröll (V) und Gabor Fodor, ein Aktionsprogramm unterzeichnet.

Das Programm sieht u.a. eine Verschärfung der Umweltauflagen für Gerbereien, die Festlegung eines neuen Grenzwertes für Chlorid und intensivere Kontrollen vor. Außerdem soll eine dritte Reinigungsstufe für die Abwässer der Lederindustrie forciert werden. Das Aktionsprogramm sieht weiters vor, die Geothermie im steirischen Fürstenfeld bis spätestens 2009 auslaufen zu lassen und stattdessen eine Biomassekraftwerk zu errichten.

Beide Umweltminister begrüßten das gemeinsame Vorgehen. Der ungarische Ressortchef Fodor sprach von einem "großen Erfolg". Umweltminister Pröll erklärte, eine spürbare Verbesserung der Wasserqualität der Raab werde schon im Laufe des Jahres 2008 eintreten. Bis Ende 2009 müsse "eine dramatische Verbesserung und eine Lösung des Problems da sein". (APA)

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