Cerberus verkauft Baubecon-Wohnungen

23. Juli 2007, 15:12
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Branchenkreisen zufolge hatte der US-Investor und Bawag-Eigentümer beim Kauf der Gewerkschafts-Wohnungen mehr als eine Milliarde Dollar gezahlt

Frankfurt - Der US-Finanzinvestor Cerberus, Eigentümer der österreichischen Bawag, will sich nur eineinhalb Jahre nach dem Kauf von rund 20.000 Gewerkschaftswohnungen der hannoverschen Baubecon wieder von seinem Investment trennen. "Das Portfolio ist auf dem Markt", sagte eine mit der Situation vertraute Person. Cerberus sei unzufrieden, weil das Portfolio nicht die erhoffte Rendite bringe. Ein zweiter Insider sprach ebenfalls davon, dass der Finanzinvestor den Markt sondiere.

Branchenkreisen zufolge hatte Cerberus beim Kauf im November 2005 mehr als eine Milliarde für die Baubecon gezahlt. Auch die "Financial Times Deutschland" berichtete von den Verkaufsplänen.

Entscheidung offen

Eine Sprecher von Cerberus sagte hingegen, es sei noch keine Entscheidung gefallen. "Es werden zur Zeit verschiedene Optionen geprüft, der Verkauf des Portfolios ist dabei eine Option", sagte er. Das Interesse an den Wohnungen sei groß. Wann es zu einer Entscheidung kommen soll, sagte der Sprecher nicht.

Private-Equity-Häuser haben in den vergangenen Jahren hunderttausende Wohnungen gekauft und dafür Milliarden auf den Tisch geblättert. Sie stellen mittlerweile aber fest, dass sich Mieterhöhungen in wenig attraktiven Regionen schwer durchsetzen lassen. Auch die Privatisierung der Objekte läuft vielfach schleppend. Hinzu kommt, dass seit geraumer Zeit die Zinsen steigen und damit die Rendite für die Finanzinvestoren sinkt. (APA/Reuters)

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