200 Millionen Menschen nehmen Drogen

4. Juli 2007, 17:09
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Weltdrogenbericht 2007 veröffentlicht - UNO-Generalsekretär Ban ruft zu Hilfe für Drogensüchtige auf - Afghanistan liefert 92 Prozent des Opiums weltweit

Vorbeugung und Hilfe für Süchtige sind nach Ansicht der UNO die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen den weltweiten Drogenhandel. Die größte Herausforderung bei der Drogenkontrolle sei es, die Nachfrage zu reduzieren, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aus Anlass der Veröffentlichung des Weltdrogenberichts 2007 am Dienstag.

"Wenn die Nachfrage sinkt, verringert sich auch das Angebot. Dadurch gäbe es weniger Anreize für Kriminelle, mit Drogen zu handeln." Gleichzeitig müsse die internationale Gemeinschaft den Produzenten illegaler Anbaupflanzen helfen, "zulässige, existenzfähige Alternativen" zur Existenzsicherung zu finden.

Rund 200 Millionen Menschen nehmen Drogen

Rund 200 Millionen Menschen zwischen 15 und 64 Jahren nehmen Drogen, das sind 4,8 Prozent der Weltbevölkerung, wie aus dem vom "Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechen" (UNODC) erstellten Weltdrogenbericht hervorgeht. Bei 25 Millionen Drogenkonsumenten habe der Konsum ein "problematisches Stadium" erreicht, sagte UNODC-Chef Antonio Maria Costa.

Generalsekretär Ban betonte, "alle Gesellschaftsschichten" müssten sich zusammenschließen und den von Drogenkonsum Gefährdeten Menschen helfen. Wer schon abhängig sei, müsse effektiv behandelt werden.

Bei Kokain, Heroin, Cannabis und Amphetaminen sei mit Blick auf Produktion, Schmuggel und Konsum insgesamt eine "Stabilisierung" zu verzeichnen, sagte Costa. Die Anbauflächen für die Koka-Pflanze, aus der Kokain gewonnen wird, seien von 2000 bis 2006 um 29 Prozent zurückgegangen. Im größten Koka-Produktionsland Kolumbien, ging die Fläche sogar um 52 Prozent zurück.

Cannabis die am weitesten verbreitete Droge

Wegen verfeinerter Produktionsmethoden blieb aber die Menge des hergestellten Kokains annähernd gleich, 984 Tonnen wurden 2006 produziert. Mit rund 160 Millionen Konsumenten weltweit ist Cannabis immer noch die am weitesten verbreitete Droge. Angebaut wird die Haschpflanze in 172 Staaten.

Afghanistan liefert 92 Prozent des Opiums weltweit

Die Opium-Produktion erreichte im vergangenen Jahr mit 6.610 Tonnen einen neuen Rekordwert. Dies ist dem Bericht zufolge vor allem auf Afghanistan zurückzuführen, wo im vergangenen Jahr 50 Prozent mehr Opium hergestellt wurde als im Vorjahr. Das Land am Hindukusch liefert 92 Prozent des Opiums weltweit. In anderen ehemaligen Hochburgen - wie dem Goldenen Dreieck zwischen Laos, Burma und Thailand - wird laut dem Bericht kaum noch Mohn angebaut. Opium und Heroin werden aus der Mohnpflanze gewonnen. Arme Bauern in der Region, aber auch in den Anden oder Afghanistan, seien aber auch weiterhin der Versuchung "illegaler Einnahmen" ausgesetzt, betonte Costa. Drogenkulturen verbreiteten sich besonders in "instabilen, korrupten und schlecht regierten Staaten." (APA/AFP)

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    Die Opium-Produktion erreichte im vergangenen Jahr mit 6.610 Tonnen einen neuen Rekordwert, in Afghanistan wurden im vergangenen Jahr 50 Prozent mehr Opium hergestellt wurde als im Vorjahr.

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