USA und Estland wollen gegen Internet-Angriffe kooperieren

6. Juli 2007, 15:04
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Einrichtung eines speziellen Büros der NATO in Estland vorgeschlagen

Die USA und Estland wollen sich zusammenschließen, um gezielte Angriffe auf Internet-Seiten und Rechnersysteme ihrer Länder abzuwehren. Der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves habe dazu die Einrichtung eines speziellen Büros der NATO in Estland vorgeschlagen, sagte US-Präsident George W. Bush nach einem Gespräch mit Ilves am Montag in Washington. Diese Internet-Angriffe machten alle Länder einschließlich der Vereinigten Staaten sehr verletzbar.

Gefahr

Ilves wies auf die Gefahren für moderne Informationsgesellschaften im so genannten Cyberwar hin. In Estland würden beispielsweise 97 Prozent aller Banküberweisungen im Internet abgewickelt. Deshalb könnten Angriffe schweren Schaden anrichten. Nachdem auch die USA, Israel und Dänemark im Internet unter Beschuss geraten seien, müsse man dem Internet-Krieg mehr Aufmerksamkeit als zuvor widmen.

Ilves ging nicht darauf ein, wer die Internet-Angriffe auf sein Land gestartet hatte. Estnische Regierungsmitglieder hatten zuvor Russland dafür verantwortlich gemacht.

Erleichterungen

Ilves bat Bush außerdem um Unterstützung, damit künftig auch estnische Bürger Visa-Erleichterungen bei der Einreise in die USA erhalten. Estland sei ein enger Verbündeter im Irak und in Afghanistan, und die Bürger seines Landes verstünden nicht, warum die besten Verbündeten der USA die größten Schwierigkeiten hätten, in den USA Urlaub zu machen, sagte Ilves. Bush versprach, sich im Kongress für eine Modernisierung der Visa-Bestimmungen einzusetzen. (APA)

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