Rebellen: Äthiopiens Militär tötet Zivilisten bei Luftangriffen

9. Juli 2007, 16:32
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Hunderte Tote in vergangenen zehn Tagen - Regierung weist Anschuldigungen zurück

Nairobi/Mogadischu - In Äthiopien haben Rebellen dem Militär vorgeworfen, bei Luftangriffen an der Grenze zu Somalia etwa 40 Dorfbewohner getötet zu haben. Zudem seien bei Kämpfen in den vergangenen zehn Tagen bis zu 300 Soldaten und 30 Aufständische ums Leben gekommen. Die Regierung wies die Anschuldigungen und Totenzahlen am Montag als falsch zurück. Sie hatte jüngst eine Offensive gegen Aufständische angekündigt, die in der östlichen Grenzregion für mehr Autonomie kämpfen.

In Somalia tötete ein Regierungssoldat bei einem Zwischenfall in der Hauptstadt Mogadischu Augenzeugen zufolge mindestens drei Personen. Demnach hatte der Soldat versucht, eine Menschenmenge auseinanderzutreiben, die sich um Lebensmittelhilfen gestritten hatte. Drei Menschen seien schwer verletzt worden, als der Soldat das Feuer auf die Menge eröffnete. Nach jahrelangen Bürgerkriegswirren sowie Dürren und Überschwemmungen leiden Millionen Somalier Hunger. Wegen der unsicheren Lage ist die Arbeit von Hilfsorganisationen eingeschränkt. (APA/Reuters)

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