"Apple zeigt, wie sexy ein Handy sein kann"

30. Juni 2007, 07:36
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Apple-Chef Jobs revolutioniert mit iPhone Mobilfunkbranche - Filmstudios und Technologiefirmen warten ungeduldig auf das Mobile

Nach der Musikbranche macht sich Apple-Chef Steve Jobs daran, auch die Film- und Mobilfunkbranche umzukrempeln. Mit dem iPhone, das ab diesen Freitag in den USA erhältlich sein wird, bricht der Computerkonzern wieder einmal die Tabus festgefahrener Industrien - zur Freude der Verbraucher, wie die New York Times schreibt. In Hollywood bereiten sich die Medienkonzerne indes auf eine neue Ära vor, in der den Verbrauchern im wahrsten Sinne des Wortes mehr Inhalte in die Hand gedrückt werden. "Apple hat gezeigt, wie sexy ein Telefon sein kann. Plötzlich will jeder mitmachen", sagt David Ulmer von Motorola, das sich in Gesprächen mit Universal Studios und Time Warner befindet.

Mitziehen

"Es brauchte einen Außenseiter wie Steve Jobs, das Interesse auf die Ausschöpfung des Potenzials der Mobiltelefonie zu lenken. Telekommunikationsunternehmen sind sich dessen bewusst, dass sie mitziehen müssen. Ansonsten riskieren sie, zurück zu bleiben", erklärt Glenn Lurie, AT&T Manager. Laut einem Artikel des Magazins "Harvard Business Review" gehören Mobiltelefonkunden in der Kategorie Unterhaltungselektronik zu den unzufriedensten überhaupt.

Filmstudios und Technologiefirmen warten ungeduldig auf das iPhone

Bislang wachten in den USA Netzbetreiber wie AT&T, Verizon Wireless oder Sprint streng darüber, was, wann und wie Verbraucher auf ihren Handy-Displays Inhalte sehen. Inzwischen warten die Filmstudios in Hollywood und Technologiefirmen aus dem Silicon Valley ungeduldig auf das iPhone. Mit den Multimedia-Funktionen kann der iPhone-Nutzer alles machen, was im Internet möglich ist.

Misstrauen

Trotz der Neugierde beäugt die Filmbranche Jobs dennoch mit Misstrauen. Vor allem Warner Brothers und 20th Century Fox weigern sich - mit Blick auf die Geschehnisse in der Musikindustrieb - bis heute Inhalte auf Apples iPod zur Verfügung zu stellen, solange Jobs nicht Kopierschutz und reduzierte Preise garantiert. Außerdem hätten die großen Filmstudios Skrupel, ihre Filme zum Download auf Mobiltelefone frei zu geben, wo sie in schlechter Bildqualität wiedergegeben werden, bemerkt Filmproduzentin Christine Peters, die nun im Vorstand des Mobilfunkdienstleisters Xero Mobile sitzt. (pte)

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