Yahoo baut im Konkurrenzkampf mit Google Werbegeschäft um

20. Juli 2007, 13:21
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Hauptaktivitäten im US-Werbegeschäft werden gebündelt

Der US-Internetkonzern Yahoo reagiert mit einem Umbau seiner Werbesparten auf den zunehmenden Konkurrenzdruck des Erzrivalen Google. Eine Woche nach dem Abtritt von Konzernchef Terry Semel kündigte Yahoo an, die beiden Hauptaktivitäten im US-Werbegeschäft zu bündeln. Die Zusammenlegung von Internet-Banner-Werbung und dem Suchmaschinen-Anzeigengeschäft spiegele die veränderte Nachfrage wider, erläuterte Yahoo-Präsidentin Susan Decker in der Nacht zu Montag in einem Telefoninterview. Mit Online-Werbung erzielt Yahoo mehr als 80 Prozent der Umsätze.

Massiv zurückgefallen.

Im lukrativen Online-Anzeigenmarkt ist Yahoo zuletzt insbesondere am Heimatmarkt gegenüber dem Hauptrivalen Google massiv zurückgefallen. Auch Internet-Kontaktseiten wie MySpace von Murdochs News Corp machten Yahoo zunehmend zu schaffen. Vor einer Woche warnte der Konzern bereits, die schleppende Entwicklung im Online-Anzeigengeschäft werde zu einem schwächeren Ergebnis im zweiten Quartal führen. Um den Negativtrend umzukehren, übernahm vor einer Woche Yahoo-Mitgründer Jerry Yang wieder das Ruder bei dem Konzern. Er löste Semel ab, der iindes Mitglied des Führungsgremiums bleibt.

Veränderungen im Management

Yahoo bastelt bereits seit sechs Monaten an seinem schwächelnden Werbegeschäft. Im Zuge dessen gab es zudem zahlreiche Veränderungen im Management. Infolge des jüngsten Umbaus verliert Yahoo nun auch die langährige Verkaufsmanagerin Wenda Harris Millard. Sie wechselt zum Medienunternehmen Martha Stewart Living Omnimedia und soll dort die Internet-Geschäfte auf Vordermann bringen. Analysten schließen nicht aus, dass der Verlust der Managerin sich negativ auf Yahoo auswirken wird. Millard habe entscheidenden Anteil gehabt, Wachstum im Online-Werbegeschäft voranzutreiben, sagte Brian Pitz, Analyst bei Bank of America. Millards Nachfolger bei Yahoo wird den Angaben nach David Karnstedt. Er soll die fusionierten Werbe-Bereiche leiten. (Reuters)

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