Klein- und Mittelbetriebe zunehmend an IT-Outsourcing interessiert

6. Juli 2007, 15:06
posten

300 Mio. Euro Marktvolumen in Österreich - Steigerungsraten von 20 bis 25 Prozent pro Jahr

Den Einsatz von so genannten "Managed Services", der Auslagerung von IKT-Infrastruktur an externe Dienstleister, kann sich hierzulande ein Drittel der Klein- und Mittelbetriebe (KMU) vorstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TechConsult im Auftrag des Netzwerkausrüsters Cisco und der Telekom Austria (TA), die am Montag, in Wien präsentiert worden ist.

"Große Wachstumspotenziale"

Da der Markt noch relativ klein ist, orten die zwei Branchenriesen naturgemäß "große Wachstumspotenziale". Denn laut einer Ovum-Studie aus dem Vorjahr soll der globale Markt für "Managed Services" bis 2009 auf rund 42 Mrd. US-Dollar (31,25 Mrd. Euro) steigen, Europa könnte rund 11 Mrd. Dollar dazu beisteuern. Treiber seien hierbei besonders die Bereiche "IP Voice" (Sprachdienste via Internetprotokoll) mit 68 Prozent und "Sicherheit" mit 28 Prozent. Für Österreich gehen die TechConsult-Vertreter derzeit von einem Volumen von 300 Mio. Euro aus. Für die Zukunft rechnet Cisco Austria-Chef Carlo Wolf allerdings mit Zuwächsen von 20 Prozent pro Jahr, TA-Produktmanager Edmund Haberbusch prognostiziert sogar jährliche Steigerungen von 25 Prozent.

KMU

Da das Potenzial für Outsourcing-Dienstleistungen bei Großunternehmen schon nahezu erschöpft sei, rücken nun die KMU stärker in den Fokus. Hier habe sich gezeigt, dass bereits 94 Prozent der Unternehmen das Internet für Geschäftszwecke nutzen und 71 Prozent bei IT-Diensten auf externe Anbieter zurückgreifen würden. In diesem Fall gebe es einen Trend zum "selektiven Outsourcing", so Haberbusch, zu einer Komplettauslagerung komme es nur in 3 bis 5 Fällen pro Jahr.

"Kostenreduktion/Kostenbegrenzung"

Hauptmotive für Firmen, Prozesse abseits des Kerngeschäfts auszulagern, sind laut TechConsult-Studie "Kostenreduktion/Kostenbegrenzung" (26 Prozent), "höhere Qualität der IKT-Dienstleitungen" (17 Prozent), weil "internes Personal oder Know-how fehlt" (16 Prozent) oder es schlichtweg "einfacher" ist (16 Prozent). Für die möglichen Ausgliederungen kämen vor allem die Bereiche "Firewalls" (83 Prozent), "Virenschutz" (79 Prozent), "Spamfilter" (72 Prozent) und "Überwachung und Wartung des Fimennetzes / LAN" (70 Prozent) in Frage.

"Nur ein Protokoll ist sinnvoll"

Besonders der Sektor Voice over IP (VoIP) könnte zu einer Produktivitätserhöhung in den Unternehmen führen, waren sich Wolf und Haberbusch einig. Momentan arbeite die Telekom an einer Netzbereinigung: "Ziel ist ein Netz für alle Dienste", so Haberbusch, der VoIP als "sehr stark zweistellig boomenden Markt" sieht. "Nur ein Protokoll ist sinnvoll", ergänzte Cisco-Chef Wolf und nannte die "Harmonisierung von Kommunikation" mehr als erstrebenswert.

Für die TechConsult-Studie sind im Zeitraum Mai/Juni 2007 rund 300 IT-Verantwortliche aus österreichischen Klein- und Mittelbetrieben (Betriebsgröße: 10 bis 250 Mitarbeiter) befragt worden.(APA)

Links

Cisco

a href="http://www.telekom.at" target="_blanK">Telekom Austria

Share if you care.