"grenzen.los"

25. Juli 2007, 14:12
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Kulturprojekt in Niederösterreich widmet sich den Frauen des Industrieviertels

Wien - Unter dem Motto "grenzen.los" bietet das "Viertelfestival Niederösterreich – Industrieviertel 2007" noch bis Mitte September der "Kultur vor der Haustür" eine Bühne. Aus den eingereichten Projekten hat eine Jury jene 84 Projekte ausgewählt, die sich durch Innovationskraft und Originalität, Dialogorientierung und den Mut zum Experiment auszeichnen, sich mit regionsspezifischen Themen befassen und aufgrund ihres spartenübergreifenden Charakters überzeugten.

Die programmatische Bandbreite des Regionalkulturfestivals reicht von Musik, Tanz und Theater über bildende Kunst und Kabarett bis zu Fotografie. Hinzu kommen Landschaftsinstallationen sowie Projekte, die sich mit der Alltagskultur, der Geschichte und mit den Besonderheiten der Region befassen.

Zwei ausgewählte Projekte

  • Fliesenbilder. Grenzen. Momentaufnahme

    Bis 16. September, Barbara Krobath & Chio Maisriml. Die Fliesenbilder wurden in Zusammenarbeit mit der Firma Equalizent - Qualifikationszentrum für gehörlose und schwerhörige Menschen hergestellt.
    Inhalt: Während in der EU die alten Staatsgrenzen langsam unwichtiger werden und verschwinden, werden die Außengrenzen immer undurchlässiger. Einwanderungswillige werden kriminalisiert, verhaftet und zurückgeschickt. Wer es schafft, arbeitet meist weit unter seinem Ausbildungsniveau. Der Profit des reichen Europa basiert auch auf der Ausbeutung illegaler Migranten und Migrantinnen ohne jede soziale Absicherung. Davon ausgehend haben die ProjektbetreiberInnen ihre Fliesenbilder entwickelt.
    >>> Link zum Projekt

  • Wilde Weiber, Feine Frauen. Die Frauen des Industrieviertels

    7.-9. September, Theaterverein musca-musca, Projektleitung: Katharina Kutil.
    Der männlich dominierten Geschichtsschreibung wird weibliche Oral-History entgegen gesetzt: Frauen ab 60 erzählen ihre Lebensgeschichte. Während und nach dem Krieg haben Frauen die Positionen von Männern eingenommen, die in der Armee waren, in Gefangenschaft, verletzt oder gar gefallen. Welche beruflichen Möglichkeiten gab es damals? Wie war die medizinische Versorgung bei Geburten? Wie konnten sie den totalen Zusammenbruch 1945 überstehen? Waren Frauen politisch aktiv? Wie sehen sie selbst ihren Beitrag zur Entwicklung der Zweiten Republik? Wie schätzen sie die Position der jungen Frauen heute ein? Glauben sie an Gott?
    >>> Link zum Projekt

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