GLG geht an US-Börse

8. Juli 2007, 19:39
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Hedge-Fonds-Firma verwaltet Vermögen von mehr als 20 Milliarden Dollar

New York/Köln - Die größte unabhängige europäische Hedge- Fonds-Managmentfirma GLG Partners (London) geht im Zuge einer komplizierten Transaktion an die Börse. GLG verwaltet Vermögen von mehr als 20 Mrd. Dollar (15 Mrd Euro).

GLG folgt damit US-Investmentfirmen wie Fortress Investment Group und Blackstone Group. Diese hatten kürzlich den Weg über Erstemissionen für den Börsengang genutzt. GLG nimmt hingegen keine Erstemission von Aktien vor, sondern wird von der im vergangenen Jahr speziell für Unternehmensaufkäufe gegründeten amerikanischen Aktiengesellschaft Freedom Acquisition Holdings Inc. übernommen. Freedom ist bereits an der American Stock Exchange in New York notiert.

Freeedom wird GLG eine Milliarde Dollar in bar und 230 Mio. Freedom-Aktien zahlen, teilten die Firmen am Montag mit. Die Transaktion bewerte GLG mit insgesamt 3,4 Mrd. Dollar (2,5 Mrd Euro). Vergleichsweise hat Blackstone nach seinem Börsengang in der vergangenen Woche einen Börsenwert von rund 38 Mrd. Dollar.

Genehmigung noch ausständig

Die zusammengeschlossene Gesellschaft werde dann als GLG Partners Inc. firmieren. Sie solle an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Aktienkürzel "GLG" notiert werden. An ihr werden die bisherigen GLG-Anteilseigner mit rund 72 Prozent und die Freeedom-Aktionäre mit 28 Prozent beteiligt sein. Die Transaktion muss von den Freedom-Aktionären und den Aufsichtsbehörden genehmigt werden. Sie soll im vierten Quartal vollzogen werden. GLG verwaltet mehr als 40 Fonds und ist bisher vor allem in Europa bekannt und erfolgreich.

GLG wolle mit dieser strategischen Transaktion bekannter werden und auch in den USA, dem Nahen Osten und Asien expandieren, betonte GLG-Gründer und -Chef Noam Gottesman. GLG beschafft sich mit der Börsennotierung auch eine zusätzliche Kaufwährung.

Das traditionsreiche deutsche Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie in Köln, Europas größte unabhängige Privatbankgruppe, hat sich seinerseits mit drei Prozent an GLG beteiligt. Dies teilten Sal. Oppenheim und GLG ebenfalls am Montag mit. Ein Kaufpreis für die Beteiligung wurde nicht genannt. Nach GLG-Angaben hat sich auch Istithmar, eine Investmentfirma der Regierung Dubais in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ebenfalls mit drei Prozent an GLG beteiligt. (APA/dpa)

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