Mini- und Maximalismen

Redaktion, 26. Juni 2007, 17:00
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    foto: apa/dpa

    Die britische Modeschöpferin Mary Quant präsentierte vor dem Londoner Buckingham Palast ihren "Order of the British Empire", mit dem sie kurz zuvor ausgezeichnet wurde - Bild vom 15.11.1966.

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    Modell von Mary Quant

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    foto: ap/andre penner

    Aktuelle Kreation von 2nd Floor, 2007.

Der "Total Look" von Mary Quant konnte sich genauso wenig durchsetzen wie die Maximode - Midi errang über Jahrzehnte einen dauerhaften Sieg

Obwohl der Minirock von der britischen Designerin Mary Quant bereits 1963 erfunden worden ist, dauerte es noch vier Jahre bis dieses Kleidungsstück von weiten Teilen der weiblichen Bevölkerung akzeptiert und als tragbar empfunden wurde. Denn die gesellschaftliche Empörung über die als pietätlos genannte Rocklänge, die höchstens den halben Oberschenkel, beim Micro-Mini sogar nur den Po bedeckte, war groß. Auf der anderen Seite galt der Mini schon Jahre vor der 68er-Revolte als Symbol des Aufbruchs und der Befreiung von sexueller Prüderie und überkommenen Geschlechterrollen. Das Klischée der braven 50er-Jahre-Hausfrau sollte endlich überholt sein.

Mary Quant kreiierte den "Total Look" mit Betonung der Beine anstelle aller anderen weiblichen Formen schon im Jahr 1959. Diese Gesamtmodelinie prägte sie anhand eines extrem kurzen, kindlich wirkenden Hängekleidchens, auch "Hänger" genannt, mit klar abgegrenzten Schnittlinien und hohem Armausschnitt. Dazu wurden flache Spangenschuhe oder Stiefeletten getragen; im Winter mit dicken, farblich angepassten Wollstrümpfen kombiniert. Auch die Frisur sollte nach Quants Vision betont geometrisch geschnitten und glatt gefönt sein. Mitte der 60er-Jahre hat der französische Modeschöpfer André Courreges die Minilänge für seine Haute Couture übernommen.

Doktor Schiwago modisch integriert

Als Gegenpol zum Mini stand zwischen 1966 und 1973 mit einer Hochblüte 1972 der Maxi absolut im Trend. Aufgebracht hat diese modewirksame Saumlängenbezeichnung für waden- bis knöchellange Kleidung Yves Saint Laurent, der durch den 1966 erfolgreichen US-Film "Doktor Schiwago" inspiriert worden war. Er entwarf Damenmäntel im pseudorussischen Stil mit Pelzverbrämung, doppelreihigem Posamentenverschluss und breitem Kragen mit Revers. Ergänzt wurde der Look durch überdimensionale Pelzkappen mit aufgeschlagenen Ohrenklappen.

Besonders bei der Jugend waren Maxikleider und -mäntel, kombiniert zu Miniröcken, sehr beliebt. Nachhaltig lanciert werden konnte diese Modelinie jedoch nicht und war nach 1973 im Prinzip nicht mehr anzutreffen.

Midi als "goldener Mittelweg"

Die Entwicklung des Midi mit einer gerade die Knie bedeckenden Saumlänge ist im Zusammenhang mit dem Revival des Slinky-Looks der 1930er-Jahre zu sehen. Eingeführt von der polnischen Designerin Barbara Sophia Hulanicki, kurz "Biba" genannt, bedeutet "slinky" hauteng, schlank und bezeichnete den figurumspielenden fließenden Kleiderstil der 30er-Ära. Biba war eine der Ersten, die Kleider und Mäntel in Midi- und auch Maxilänge kreiert hat. Nach 1973 setzte sich dann Midi als allgemeine Saumlänge endgültig durch. (dabu)

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Sogenet
00
27.6.2007, 08:53
Sollte das nicht Micro-Mini heißen?

edgar einstein
00
26.6.2007, 19:11
wuerde ich nicht sagen der beweis ist hier

http://www.thailandsouthern.com und
http://www.thailandmagic.com

Rainer Freiherr von Risach
 
00
27.6.2007, 07:45

Und was haben Ihre Links mit dem Thema des Artikels zu tun?

Dante Alighieri
00
29.8.2007, 04:19

Der Edgar postet immer gerne dubiose asiatische Links die wenig bis gar nichts mit dem Thema zu tun haben -- vielleicht will er ja einfach mit Google Ads Kohle machen ;-)

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