Putin bekräftigt Ablehnung der Unabhängigkeit des Kosovo

5. Juli 2007, 12:55
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Tadic: Serbien würde mit unabhängigem Kosovo alles verlieren

Zagreb - Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Ablehnung einer Unabhängigkeit für die serbische Provinz Kosovo bekräftigt. Russlands Haltung werde nicht "von konfessionellen, ethnischen oder historischen Erwägungen diktiert", sondern von "den heutigen Grundsätzen internationaler Politik und dem Wunsch, in die Zukunft zu blicken", sagte Putin am Sonntagabend nach einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic am Rande eines Gipfeltreffens südosteuropäischer Regierungschefs zu Energiefragen im kroatischen Zagreb. Moskau setze sich für die Schaffung stabiler Beziehungen "für die Weiterentwicklung aller Länder" ein.

Tadic sagte, Serbien sei weiter zu Verhandlungen über den Status des Kosovo bereit. Eine Unabhängigkeit der Provinz sei aber "kein Kompromiss, sondern eine Lösung, bei der Serbien alles verliert" und könne als "gefährlicher Präzedenzfall" die Stabilität im gesamten Balkangebiet gefährden. Darüber gebe es mit der russischen Regierung "in hohes Maß an Übereinstimmung".

Beratungspause

Moskau hatte wiederholt mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat gegen eine Unabhängigkeit der seit 1999 von den Vereinten Nationen verwalteten Kosovo-Provinz gedroht. Die Europäische Union und die USA setzen sich für ein unabhängiges Kosovo ein. Um Serbien und den Kosovo-Albanern mehr Zeit für eine Verhandlungslösung zu geben, hatten die UN-Vetomächte Frankreich, Großbritannien und USA eine viermonatige Beratungspause im Sicherheitsrat vorgeschlagen. (APA)

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