ISAF will Kampfeinsätze nach Tod von afghanischen Zivilisten ändern

30. Juli 2007, 13:11
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Sprecher der ISAF: "Wir werden die Art unserer Einsätze verbessern" - Afghanischer Präsident "hat mit seiner Kritik recht"

Kabul - Die NATO-geführte Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) will ihre Kampfeinsätze ändern, damit dabei nicht mehr so viele Zivilisten ums Leben kommen. "Wir werden die Art unserer Einsätze verbessern", kündigte ein Sprecher der ISAF am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul an. Kein ISAF-Soldat wolle Zivilisten töten. Bei den radikalislamischen Taliban sei das anders: "Sie töten Zivilisten mit Absicht."

Afghanistans Präsident Hamid Karzai habe mit seiner Kritik an der ISAF-Armeeführung dennoch recht, sagte der Sprecher. "Karzai hat richtig gelegen. Er hat das Recht, ärgerlich zu sein."

Nach dem Tod zahlreicher Zivilisten bei Einsätzen ausländischer Truppen hatte Karzai am Samstag deren "wahllose und ungenaue" Militäreinsätze kritisiert. Die afghanische Regierung werde es nicht länger hinnehmen, dass bei den Einsätzen unbeteiligte Afghanen ums Leben kämen. Allein bei einem Einsatz in der südlichen Provinz Uruzgan seien unlängst 52 seiner Landsleute getötet worden. (APA/AFP)

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