"Ausfälle sind starker Tobak"

5. Juli 2007, 15:55
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Für Austria-Trainer Zellhofer besteht Hand­lungs­bedarf - Frisches Blut für Mittelfeld ge­sucht - Fehlstart wie 2006 verboten

Wien - Nach einer durchwachsenen Saison mit dem Cupsieg und dem enttäuschenden 6. Rang in der Bundesliga bereitet sich die Wiener Austria derzeit in Flachau auf die neue Saison vor. Um jeden Preis will Coach Georg Zellhofer einen Fehlstart wie in der Vorsaison vermeiden, als man sogar als Tabellen-Schlusslicht überwintern hatte müssen. "So etwas darf der Austria nicht mehr passieren. Wir wollen uns von Beginn an Richtung oben orientieren", erklärte der Oberösterreicher, der am 23. Oktober 2006 die Nachfolge von Frenkie Schinkels angetreten hatte.

Mit Neuzugängen wie Sanel Kuljic, Yüksel Sariyar, Emin Sulimani oder Jacek Bak hat die Austria auf dem sommerlichen Transfermarkt bereits reichlich Akzente gesetzt, doch Zellhofer spekuliert noch mit dem einen oder anderen weiteren Neuzugang. Denn auf Grund der Langzeitausfälle von Arek Radomski (Kreuzbandriss) und Stepan Vachousek (weiterhin Schmerzen nach Meniskus-OP) sowie des Abgangs von Markus Kiesenebner wünscht sich der Oberösterreicher frisches Blut für sein Mittelfeld. "Diese Ausfälle sind starker Tobak. Im Mittelfeld besteht Handlungsbedarf, wir sollten die Lage analysieren."

Über die Stärke der Austria in der Saison 2007/08 will Zellhofer trotz der vier Siege in den ersten vier Testspielen gegen St. Georgen (16:0), SV Gmunden (6:0), Apoel Nikosia (1:0) sowie eine Flachau-Ennstal-Auswahl (15:0) noch nicht viel sagen: "Einstellung und Stimmung sind sehr gut. Dass das spielerische Element derzeit noch zu kurz kommt, ist logisch."

Besonders gespannt sind die Austria-Fans auf die Torjäger-Qualitäten des aus der Schweiz nach Österreich heimgekehrten ÖFB-Teamspielers Kuljic. "Man darf nicht zu viel Druck auf seine Schultern laden", weiß Zellhofer, dass seinem neuen Schützling nach dem alles andere als einvernehmlichen Ende bei Sion die Spielpraxis fehlt. "Er hat länger nicht gespielt, das ist natürlich kein Vorteil. Deshalb bekommt er in den Testspielen so viel wie möglich Spielzeit."

Über die Qualitäten brauche man nicht lange zu diskutieren. "Er ist im Strafraum brandgefährlich. Jetzt muss er es nur mehr umsetzen." Das Camp Richtung U20-WM in Kanada verlassen haben bereits am Freitag die Youngsters Rubin Okotie, Michael Madl und Bartolomej Kuru. (APA)

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    Zellhofer: "Im Mittelfeld besteht Handlungsbedarf".

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