Spionageabwehr im Hotspot

8. Oktober 2007, 12:05
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Viele Internet-User sind sich der Gefahren der WLAN-Benutzung nicht bewusst - Verschlüsselung ist entscheidend

Ob im Café vor dem Bahnhof oder auf der Urlaubsinsel: Über einen WLAN-Hotspot können Laptop-Nutzer E-Mails lesen, den Urlaubs-Blog mit aktuellen Bildern bestücken oder einfach nur im Internet surfen. Damit die Daten bei der Funkübertragung privat bleiben, sollte man auf verschlüsselte Verbindungen achten oder gleich ein sogenanntes VPN einrichten, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 14/07.

Verschlüsselt

Ein WLAN-Hotspot für den Internetzugang im öffentlichen Raum ist praktisch, aber unsicher, weil er unverschlüsselt funkt. So ist der Datenverkehr von allen Teilnehmern frei einsehbar. Arglose Surfer präsentieren so Mitsurfern innerhalb des WLAN-Hotspots Passwörter und andere vertrauliche Daten auf dem Silbertablett. "Der erste Schritt ist daher, auf sichere Dienste wie SSL zu achten", erläutert c't-Redakteur Ernst Ahlers. Das erkennt man an der Webadresse: Beginnt sie mit "https://" statt mit "http://", handelt es sich um eine verschlüsselte Verbindung. Bei Freemailern muss man sich dazu gegebenenfalls für den kostenpflichtigen Premium-Dienst entscheiden oder mit einem Mail-Programm arbeiten, das sich auf verschlüsselte Datenübertragung einstellen lässt.

VPN

Einfacher ist es, den gesamten Datenverkehr zu verschlüsseln. Dazu macht man sich ein Virtual Private Network (VPN) zunutze. Es transportiert die Daten durch einen verschlüsselten Tunnel. Ursprünglich wurde diese Technik entwickelt, um Mitarbeitern auch von unterwegs oder zu Hause einen sicheren Zugang ins Firmennetz zu ermöglichen. Windows XP und Vista bringen VPN-Software für die PPTP-Technik gleich mit. Als Alternative können sich die Anwender Open VPN aus dem Internet herunterladen, das mit Vista allerdings noch nicht funktioniert.

Angebot

Neben der VPN-Software braucht der Nutzer einen Dienstleister, der die geschützte Verbindung über seinen Server schleust. Im c't-Test zeigten sich große Unterschiede in der Qualität, am besten bewährte sich das Angebot Hotsplots VPN, das derzeit noch kostenlos ist. Andere Anbieter verlangen rund fünf Euro pro Monat für den Service.

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c't

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