Niger: Tuareg-Kämpfer töten 13 Soldaten bei Angriff

3. Juli 2007, 09:43
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Mindestens 47 Armee-Angehörige gefangen genommen

Niamey - Bei einem Rebellenangriff auf einen Militärstützpunkt im Norden Nigers sind nach Regierungsangaben 13 Soldaten getötet worden. Mindestens 47 seien gefangen genommen und 30 verwundet worden, teilte Regierungssprecher Mohammed Ben Omar am Freitag mit. Zu dem Angriff bekannte sich die Tuareg-Bewegung für Gerechtigkeit (MNJ).

Omar machte keine Angaben über die Angreifer auf den entlegenen Sahara-Posten nahe der libyschen Grenze, die er lediglich als "Banditen" bezeichnete. MNJ-Führer Aghali Alambo sagte in einer im Rundfunk übertragenen Rede, seine Gruppe habe den Angriff ausgeführt, weil die Regierung sie weiterhin als "Banditen und Drogenhändler" bezeichne.

Forderung nach mehr Autonomie

Die Bevölkerungsgruppe der Tuareg fordert seit 1990 mehr Autonomie in dem westafrikanischen Land, das zu den ärmsten Staaten der Welt gehört. 1995 wurde den Nomaden in einem Friedensvertrag größere Autonomie zugesichert. Die kürzlich gegründete MNJ behauptet, die Versprechungen seien von der Regierung in Niamey nicht eingehalten worden. (APA)

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