BIG will Kasernen aufkaufen

29. Juli 2007, 18:33
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Die Bundesimmobilien­gesellschaft will die Kasernen des Bundesheeres kaufen, die ursprünglich an Investoren vergeben werden sollten

Wien - Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) will die Kasernen des Bundesheeres kaufen, die ursprünglich an Investoren vergeben werden sollten. Dafür holt sich die BIG der Schweiz über eine Anleihe 600 Mio. Franken oder 370 Mio. Euro, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in der Freitag-Ausgabe.

Die Zeichnungsfrist für die Anleihe habe soeben begonnen, werden die beiden BIG-Chefs Christoph Stadlhuber und Wolfgang Hammerer zitiert. Emittiert wird in einer sieben- und einer zwölfjährigen Tranche. Der Kupon für die kurze Anleihe beträgt 3,125 Prozent, für die lange liegt er bei 3,250 Prozent. Leadbank ist die Credit Suisse. Angesprochen sind Großinvestoren wie Pensionskassen und Versicherungen.

Mehr Projekte als zuvor

Es gebe mehr Projekte als je zuvor, so Stadlhuber im "WirtschaftsBlatt". Das mit Abstand größte Vorhaben könnten Österreichs Kasernen werden. Im Gegensatz zu bisherigen Plänen, wonach die meisten der im Eigentum des Verteidigungsministeriums stehenden Kasernen an private beziehungsweise gewerbliche Investoren abverkauft werden sollten, will die BIG jetzt laut Stadlhuber die ganz großen Liegenschaften von mehr als zehn Hektar Grundfläche selbst erwerben und führe mit dem Verteidigungsministerium bereits Gespräche darüber. Die BIG war bisher nur als Berater und Makler für den Kasernenverkauf involviert.

Wie geplant

Die kleineren Kasernen seien wie geplant im ersten Schritt fast alle an Investoren verkauft worden. Der Erlös betrage 30 Mio. Euro. Die "großen Brocken" aber wie die 40 Hektar umfassende Kaserne Baden, seien an Private im derzeitigen Zustand nicht verkaufbar, so Stadlhuber. Angesichts der Größe und der Tatsache, dass es bisher weder Bebauungspläne noch neue Widmungen und keine Bodenuntersuchungen über Kontaminierungen gäbe, sei das Risiko für Investoren zu groß.

Die BIG will die Objekte erwerben, aufbereiten, eventuell filetieren und erst dann an Investoren weiterverkaufen. Der Kaufpreis an das Ministerium sei noch nicht abschätzbar. Laut früheren Expertenschätzungen beträgt der Wert insgesamt rund eine Mrd. Euro. (APA)

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