AMD dementiert Gerüchte über Ausstieg aus Chip-Produktion

10. September 2007, 10:10
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"Wir haben keine Absichten, uns von unseren Fabriken zu trennen"

"Wir haben keine Absichten, uns von unseren Fabriken zu trennen", sagte AMD-Sprecher Jan Gütter am Donnerstag. Damit wies Gütter Gerüchte der vergangenen Tage zurück, dass sich das amerikanische Unternehmen aus massivem Kostendruck heraus möglicherweise sogar von der Chip-Fertigung in Dresden verabschieden könnte. AMD hat dort bislang zwei Chipfabriken mit 3000 Mitarbeitern, in denen alle modernen AMD-Prozessoren gefertigt werden. Ein drittes Werk ist derzeit im Bau und soll 2008 fertig gestellt sein.

Prognosen

Das Technikforum «Ars Technica» und andere Internet- Branchendienste hatten am vergangenen Dienstag über Prognosen von Analysten der Citigroup sowie von Goldman Sachs berichtet. Danach erwäge AMD, die Herstellung seiner Prozessoren teilweise oder sogar komplett an Dritthersteller abzugeben. Nach der Übernahme des Grafikchip-Herstellers ATI im Oktober 2006 überarbeite das Unternehmen zwar seine Herstellungsstrategie, sagte Gütter. In der Diskussion stehe auch, Teile der Produktion auszulagen. "Doch das heißt in keinem Fall, dass wir unsere Fabriken aufgeben werden."

Tiefrot

AMD steht nach tiefroten Zahlen aus dem ersten Quartal 2007 durch zurückgehende Absatzzahlen, den anhaltenden Preisverfall und der aggressiven Konkurrenz durch Marktführer Intel weiter unter Druck. Zuvor hatte das Unternehmen bereits eine umfangreiche Umstrukturierung des Geschäfts und eine Kürzung der geplanten Investitionen für das laufende Jahr um ein Fünftel angekündigt.(APA/dpa)

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