OMV forciert Projekt mit Erdwärme

25. Juli 2007, 13:53
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Der Öl- und Gaskonzern OMV will stillgelegte Bohrlöcher reaktivieren und zur Gewinnung von Erdwärme nutzen

Wien - Der Öl- und Gaskonzern OMV will stillgelegte Bohrlöcher reaktivieren und zur Gewinnung von Erdwärme nutzen. Neben Regionen in Oberösterreich, Steiermark und dem Weinviertel (NÖ) sei vor allem Rumänien für Geothermieprojekte interessant. "In Österreich haben wir etwa 1000 Sonden, in Rumänien fast 11.000 - und die teilweise mitten in Wohngebieten," sagte Reinhart Samhaber, Geschäftsführer der OMV Austria Exploration & Production.

Das Teure an der Geothermie sei das Bohren. Wenn Bohrlöcher vorhanden seien, steige auch die Wirtschaftlichkeit, sagte Johann Goldbrunner, Geothermie-Experte der TU Graz, bei einer Veranstaltung des Future Energy Fund Mittwochabend in Wien. Derzeit werden etwa 25.000 Haushalte in Österreich über Erdwärmesonden versorgt.

Future Energy Fund hilft finanziell mit

Den Future Energy Fund hat die OMV vor einem Jahr eingerichtet und mit 100 Mio. Euro dotiert. Die siebenköpfige Jury hat bisher Geldzusagen über 3,4 Mio. Euro für insgesamt sechs Projekte erteilt.

"Die Machbarkeitsstudien, die wir derzeit finanzieren, sollen später in große Investitionsprojekte münden", sagte Fund-Geschäftsführerin Dorothea Sulzbacher. Ziel sei es, dass regenerative Energien in zehn Jahren ein eigener Geschäftsbereich unter dem Dach der OMV sind. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.6.2007)

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