Daniel Düsentrieb ist Oberösterreicher

29. Juli 2007, 18:33
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Das Bundesland nimmt im heimischen Erfinderranking den ersten Platz ein, Wien liegt auf Rang zwei

Das österreichische Patentamt (ÖPA) weist in seiner Erfinderstatistik 2006 dem Land Oberösterreich den obersten Stockerlplatz zu. Mit 744 Erfindungsanmeldungen liegt das Land am Spitzenplatz vor Wien (673) und der Steiermark (578). Erteilt wurden letztlich 485 Patente. Der häufigste Grund für die Ablehnung eines Patentes sind Doppelerfindungen.

Fünf oberösterreichische Firmen kamen unter die Top zehn der erteilten Patente und registrierten Gebrauchsmuster (gewerbliches Schutzrecht für technische Erfindungen, Anm.): Siemens VAI, Voestalpine, Engel, Fronius und Lenzing. Fronius International liegt mit 29 angemeldeten Erfindungen innerhalb der Oberösterreicher vorne, gefolgt von VAI mit 19, Engel Austria und Voestalpine mit 16 und Lenzing mit 14.

Als stärkste Branchen im Erfindungsbereich weist das ÖPA für das Vorjahr Arbeitsverfahren und Transportieren (23 Prozent), täglicher Lebensbedarf (21 Prozent) und Maschinenbau (15 Prozent) aus. Die Tendenz gehe in den letzten Jahren deutlich zu "Umweltpatenten", d. h. zu Erfindungen, die wenigstens zum Teil umweltrelevante und -schonende Verfahren aufweisen, ortet das Patentamt. 1459 Umweltpatente wurden im Vorjahr angemeldet, das waren 46,1 Prozent aller Einreichungen.

Für Patentamtspräsident Friedrich Rödler heißt das: "Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Wiederverwertung sind keine bloßen Schlagworte mehr. Ein weiterer Beweis, dass Umwelt und Wirtschaft einander nicht ausschließen müssen."

Österreichweit haben 3666 potenzielle Daniel Düsentriebe im Vorjahr Erfindungen angemeldet. Österreich liegt im Erfinderranking innerhalb der EU damit auf dem fünften Platz. "Das darf uns aber nicht selbstzufrieden machen. Es gibt noch immer wenige Patente aus dem Hightech-Bereich. Hier sehe ich für den heimischen Innovationsgeist noch große Möglichkeiten", sagt Rödler.

Die Wipo (World Intellectual Property Organisation) mit Sitz in Genf zählte 2006 weltweit 145.3000 Patentanmeldungen, 815 der Anträge kamen aus Österreich. (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.6.2007)

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