Bammer verliert Kampf gegen Petrowa

12. Juli 2007, 13:46
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Österreicherin lag mit Satz und Break vor­an, am Ende war die Nummer drei des Turniers von Eastbourne im Viertelfinale zu stark

Eastbourne - Sybille Bammer kann sich ab sofort ganz auf das am Montag beginnende Turnier in Wimbledon konzentrieren. Die 27-jährige Oberösterreicherin musste sich am Donnerstag im Viertelfinale des Rasenturniers in Eastbourne nach einem drei Stunden währenden Kampf und einer 7:6,3:1-Führung der als Nummer 3 gesetzten Weltranglisten-11. Nadja Petrowa aus Russland noch mit 7:6,5:7,4:6 geschlagen geben. Bammer kann aber erhobenen Hauptes zum dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres nach London reisen, wo sie als Nummer 21 gesetzt ist.

"Es ist halt schade, aber wir sind auf einem guten Weg", konstatierte ihr Trainer Jürgen Waber unmittelbar nach dem Match. Waber war nicht mehr nach Eastbourne gereist, sondern fliegt am Freitag direkt nach London.

Bammer hatte der zu Beginn besonders starken Petrowa quasi "nachlaufen" müssen. Die Russin war bei ihren Aufschlägen souverän, während Bammer über den Kampf immer den Ausgleich schaffte. So ging es ohne Serviceverlust ins Tie-Break, doch schon zuvor hatte sich das Blatt etwas zu Gunsten der Weltranglisten-22. gewendet. Nach knapp einer Stunde entschied Bammer Satz eins mit 8:6 im Tie-Break für sich.

Auch im zweiten sah es schon gut aus für die Österreicherin, schaffte sie doch zum 3:1 das erste Breaks des Spiels. "Dann hat sie sich schlechter bewegt", sagte Waber. Petrowa gelang das sofortige Rebreak und dann im elften Game das den Satz entscheidende zum 6:5. Nach dem Satzgleichstand nahm sich Petrowa eine dreiminütige medizinische Auszeit zur Rücken- und Schulterbehandlung, nach einem Break zum 2:1 gleich noch eine zur Behandlung des Oberschenkels. "Das war natürlich ungünstig", meinte Waber. So geriet Bammer sogar mit 1:5 in Rückstand, bewegte sich wieder schlechter.

Petrowa konnte den Sack zunächst aber nicht zumachen, patzte bei 5:2 und eigenem Aufschlag und ließ die Tennis-Mama noch auf 4:5 herankommen. Dann servierte die Russin aber aus.

"Wir sind auf einem guten Weg", war Waber mit der Gesamtleistung seines Schützlings beim Warm-up-Turnier für Wimbledon aber freilich zufrieden. Die Chancenauswertung müsse noch ein bisserl besser werden. Zwar ist Bammer gesetzt, doch das primäre Ziel lautet für Wimbledon vorläufig einmal: Die erste Runde überstehen. "Es gibt auch sehr gute nicht gesetzte Spielerinnen auf Rasen", warnt er. Und mit einer ähnlichen Politik war man in Paris ja sehr gut gefahren: Bammer erreichte in der Folge erstmals in ihrer Karriere das Achtelfinale.(APA)

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    Bammer beim Return.

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