Opec sieht trotz Preisanstiegs keinen Bedarf für mehr Öl

23. Juli 2007, 16:00
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Das Ölkartell Opec hat am Donnerstag Forderungen nach einer Ausweitung der Erdöl-Produktionsmenge zurückgewiesen

Wien - Das Ölkartell Opec hat am Donnerstag Forderungen nach einer Ausweitung der Erdöl-Produktionsmenge zurückgewiesen. Da derzeit genügend Öl am Markt sei, würden die Verbrauchernationen eine höhere Förderung lediglich zur Aufstockung ihrer Lagerbestände nutzen, sagte Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri am Donnerstag in Wien nach Gesprächen mit EU-Vertretern. Diese seien jedoch bereits sehr gut gefüllt.

Die USA und einige EU-Staaten haben die Opec-Länder wegen des Ölpreis-Höhenflugs wiedrholt aufgefordert, die Ölhähne weiter aufzudrehen, was den Rohstoff verbilligen könnte. Deutschlands Wirtschaftsminister Michael Glos sagte bei dem Treffen in Wien, der derzeit hohe Ölpreis dämpfe das Wachstum.

Ab in die Lager

"Wenn wir mehr Öl hinzufügen, würde dies nicht die Raffinerien erreichen - es würde in die Lager gehen", betonte Badri. Der Preis für ein Fass Öl war von 50 Dollar zum Jahresanfang jüngst auf über 70 Dollar geklettert. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Donnerstagnachmittag weiter auf 71,56 Dollar. Damit liegt der im August erreichte Rekord von 78 Dollar wieder in greifbarer Nähe.

EU-Ratspräsident Glos sagte, ein Ölpreis von 70 Dollar sei vor allem für importabhängige Staaten zu einem Problem geworden. Der Preis liege bereits an der Obergrenze dessen, was die Verbrauchernationen noch akzeptieren könnten. Einige von ihnen könnten sich einen höheren Ölpreis weniger leisten als Deutschland, betonte der Minister. (APA/Reuters)

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