"Anzeichen" für Aus von steirischem "Heute" und "o.k."

4. Juli 2007, 12:02
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Pirker: Wo kein Angreifer, da keine Verteidigung nötig

In der Steiermark könnte demnächst die Gratis-Tageszeitungen "o.k.", hinter der die Styria Medien AG steht, sowie "Heute", das einer der Gemeinde Wien nahe stehenden Stiftung gehört, vom Markt verschwinden. Die Anzeichen dafür verdichten sich. Styria-Vorstand Horst Pirker hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, sein Gratisblatt "so lange am Markt zu halten, wie uns das aus Gründen der Sicherung des Heimmarktes nötig erscheint". Diese Existenzberechtigung könnte sich mit dem kolportierten Rückzug von "Heute" aus der Steiermark erledigen.

"Verteidigung der Heimmärkte"

"'o.k.' war und ist ein Projekt, das der Verteidigung der Heimmärkte dient. Sollte es demnächst keinen Angreifer mehr geben, wofür sich die Anzeichen mehren, dann wird die Verteidigung auch eingestellt. Wer ohne Angriff weiter verteidigt, um den muss man sich ernstlich Sorgen machen", sagte Pirker dazu am Donnerstag gegenüber der APA. Die Verteidigung der Styria-Heimmärkte in der Steiermark und in Kärnten, wo das Kernprodukt "Kleine Zeitung" erscheint, habe mehr Geld gekostet, als die medial kolportierten fünf Millionen Euro. "Wir glauben, dass wir das Geld gut eingesetzt haben. Es war übrigens unser eigenes Geld, nicht das von Banken", so der Styria-Vorstand.

"Heute" keine Stellungnahme

Bei "Heute" wollten weder Geschäftsführerin Eva Dichand noch Co-Geschäftsführer Wolfgang Jansky - trotz wiederholter Nachfrage - eine Stellungnahme zum möglichen Rückzug aus der Steiermark abgeben. Vergangenen März hatte Dichand bei einer Tagung in Graz aber schon angedeutet, dass weder "Heute" noch "o.k." in der Steiermark besonders gut laufen würden. "Ohne die Werbeeinschaltungen, die wir in Wien generieren, würde sich die Graz-Ausgabe nicht rentieren", so Dichand damals.

Expansionskurs

Haupterscheinungsgebiet von "Heute" ist Wien. Neben der Steiermark ist man noch in Teilen Niederösterreichs und Oberösterreichs aktiv. Die Gratis-Tageszeitung, die sich erst im Vorjahr auf Expansionskurs in die Bundesländer begab, gehört einer der Stadt Wien nahen Stiftung. Über mögliche Verbindungen zur Familie Dichand gab es immer wieder Spekulationen. (APA)

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