E-Mail-Verbot im britischen Unterhaus soll abgeschafft werden

6. Juli 2007, 15:05
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Unterhausführer Straw stellt Plan im Internet vor

Die Abgeordneten im britischen Unterhaus sollen demnächst während Sitzungen ihre E-Mails und Textnachrichten auf dem Handy nicht mehr heimlich verschicken müssen. Damit sollten "unnötige Barrieren für die Beteiligung an der Debatte" abgeschafft werden, schrieb Unterhausführer Jack Straw am Mittwoch auf seiner Internetseite. Solange es nicht störe, sollten sich Abgeordnete mit Mobiltelefonen auf dem Laufenden halten können. Unterhaussprecher Michael Martin hatte den Abgeordneten 2005 gedroht, sie müssten sich entweder hinsetzen oder würden des Saales verwiesen, wenn er sie beim Hantieren mit einem Handy erwische.

Zustimmung

Der Plan erntete bei den Abgeordneten Zustimmung. Mit der Versendung von E-Mails könnten die Abgeordneten "etwas Nützliches tun, während wir auf unsere zehn Minuten Redezeit warten", sagte Unterhausmitglied Peter Soulsby der Zeitung "The Guardian". Die Abgeordnete Emily Thornberry sagte dem "Daily Telegraph", "sechs Stunden ist eine lange Zeit, um nur herumzusitzen und keine Arbeit zu erledigen, bei dem Zeitdruck, den wir haben".(APA)

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