Binnennachfrage wird treibende Kraft

17. Juli 2007, 14:49
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Steuereinnahmen in Deutschland wuchsen im Mai auch wegen Wegfalls von Sondereffekten weniger dynamisch

Berlin - Die Binnennachfrage wird dem Finanzministerium zufolge immer mehr zum Motor des Aufschwungs. "Der außenwirtschaftliche Funke ist auf die Binnenkonjunktur übergesprungen", hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer habe das Wachstum weit weniger belastet als angenommen. Mit dem anhaltenden Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte der private Konsum anziehen.

Exporte legen zu

Die Exporte werden nach Einschätzung des Ministeriums weiter zulegen. "Der Außenhandel bleibt damit ein wichtiges Standbein der deutschen Konjunktur und dürfte die Binnenwirtschaft weiter beleben", hieß es. Wegen des teuren Euro dürften die Exporte aber nicht mehr so dynamisch zulegen wie Ende 2006.

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im Mai etwas weniger dynamisch gewachsen als in den Vormonaten. Insgesamt lagen sie im vergangenen Monat aber immer noch um 10,3 Prozent über dem Vorjahres-Vergleichswert, wie aus dem Monatsbericht des Finanzministeriums weiter hervorgeht. Für die ersten fünf Monate des Jahres 2007 ergab sich eine Steigerungsrate von 14,2 Prozent.

Die leicht abnehmende Dynamik der Steuerentwicklung bezeichnete das Ministerium als erwartungsgemäß. Einer der Gründe dafür sei der Wegfall witterungsbedingter Sondereffekte auf Produktion und Beschäftigung, wie sie in den Vormonaten angefallen war. (APA/Reuters)

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