Schweiz ist Weltmeister im Versichern

29. Juli 2007, 19:13
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Prämien sind größter Haushaltsposten

Die Schweizer gehen offenbar gerne auf Nummer sicher: Für private Versicherungen geben sie weltweit am meisten Geld aus, wie der Jahresbericht des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) zeigt. 4184 € oder 6915 Franken zahlen sie jährlich, um sich gegen Risiken wie Krankheit, Unfälle und den Tod abzusichern und um vor Haftpflichtansprüchen Dritter sowie vor Feuer- und Sachschäden oder finanziellen Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten gesichert zu sein.

Rang 16 für Österreich

"Zusammen mit den Prämien für Sozialversicherungen wie die AHV, IV und Arbeitslosenversicherung machen die privaten Versicherungsprämien den größten Aus_gabenbetrag eines Schweizer Haushalts aus", sagt Beat Krieger von der SVV-Medienstelle. Im internationalen Vergleich lassen sich die Briten – sie liegen hinter den Schweizern an zweiter Stelle – ihre Privatversicherungen jährlich 3462 € kosten, gefolgt von den Iren mit 3144 €. Lediglich 1764 € geben Österreicher (Rang 16) und 1739 € die Deutschen (Rang 17) pro Jahr für private Versicherungsprämien aus. Ein durchschnittlicher Russe hingegen hat gerade einmal 93 € im Jahr für private Versicherungen zur Verfügung – ein Chinese gar nur 35 €.

Auch bei der Versicherungsdurchdringung nimmt die Schweiz mit 11,2 Prozent einen Spitzenplatz ein – sie liegt damit hinter Großbritannien an der zweiten Stelle in Europa. Die Schweiz ist als Versicherungsplatz – gemessen am Prämienvolumen von mehr als 32 Mrd. Euro 2005 – der fünfzehntgrößte Inlandsmarkt weltweit. Zusammen mit den ausländischen Prämien betrug das Prämienvolumen der Schweizer Privatversicherer im Jahr 2005 gar 106 Mrd. Euro. (pte, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.06.2007)

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