Sarkozy: Teurer Euro drückt Kaufkraft

6. Juli 2007, 15:25
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Französischer Präsident kündigt Finanzreform an

Paris - Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Mittwoch den Euro für den Kaufkraftmangel in Frankreich mitverantwortlich gemacht und eine Haushaltssanierung binnen fünf Jahren angekündigt. "Dass die Kaufkraft zu niedrig ist, liegt an der Konkurrenz der Billiglohnländer, am Sozial-, Umwelt- und Währungsdumping, an der zu niedrigen chinesischen Währung und am zu teuren Euro", sagte Sarkozy vor UMP-Abgeordneten im Élyséepalast.

Sarkozy versprach, binnen fünf Jahren den Haushalt auszugleichen und das Staatsdefizit auf 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken. Im Zuge einer großen Finanzreform werde er alle Steuern von der Mehrwert- bis zur Einkommenssteuer und alle Sozialabgaben von Grund auf neu bestimmen. Dabei werde er versuchsweise ein "Soziale Mehrwertsteuer" einführen, also die Teilfinanzierung der Sozialversicherungen über Umsatzsteuern. "Damit die Dinge in Europa klar sind", wolle er mit der neuen Finanzministerin Christine Lagarde gemeinsam seine Strategie im nächsten EU-Finanzministerrat darlegen. (APA/dpa)

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