China erlaubt Aktienfonds Investitionen im Ausland

24. Juli 2007, 10:11
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Damit dürfte künftig in Aktien in Ländern investiert werden, bei denen die Behörden entsprechende Absichtserklärungen mit China unterzeichnet haben

Peking - Die chinesischen Regulierungsbehörden wollen Fondsmanagern und Finanzmaklern künftig erlauben, das Geld ihrer Kunden in ausländischen Aktien anzulegen. Die chinesische Börsenaufsicht veröffentlichte am Mittwoch entsprechende Regeln, die am 5. Juli in Kraft treten sollen.

Damit dürfte künftig in Aktien in den Ländern investiert werden, bei denen die zuständigen Behörden entsprechende Absichtserklärungen mit China unterzeichnet haben. Analysten zufolge könnte diese Regelung besonders Hongkong zugute kommen - dem wichtigsten Markt für institutionelle Anleger aus China.

Die Anleger sollen daneben in die Aktienmärkte von weiteren 32 Staaten investieren können, darunter die USA, Großbritannien, Japan und Singapur. Weiterhin verboten bleiben dagegen Investitionen in Immobilien, Hypothekendarlehen und Edelmetalle. Erst vor wenigen Wochen hatten Banken eine entsprechende Erlaubnis erhalten.

Aufwertungsdruck verringern

Börsenexperten erwarten, dass die Lockerung der Anlageregeln den Aufwertungsdruck auf den Yuan verringern und etwas Luft aus den Kursen im überhitzten chinesischen Aktienmarkt lassen könnte.

Vor allem unter chinesischen Privatleuten erleben Anlagen in Aktien einen Boom: Offiziellen Daten zufolge sind knapp 99 Prozent der 90 Millionen Aktiendepots in der Hand von Privatpersonen. Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der chinesischen Zentralbank zufolge laufen Aktien als Anlageform der traditionellen Anlage in Bankkonten in China zunehmend den Rang ab: Demnach erklärten über 40 Prozent der 20.000 Befragten, dass sie planten, ihr Geld in Aktien oder Fonds zu stecken. Dies waren rund zehn Prozent mehr als bei einer ähnlichen Umfrage in den ersten drei Monaten des Jahres. (APA/Reuters)

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