IT-Dienstleister Phion ab 4. Juli an der Börse

8. Juli 2007, 19:39
posten

Das Tiroler Unternehmen Phion holt sich bis zu 26,7 Millionen Euro von der Börse. Die Preisspanne beträgt 39 bis 46 Euro je Aktie

Wien – Der Computer-Sicherheitsspezialist Phion holt sich Geld vom Kapitalmarkt und wird ab 4. Juli als erstes neues Unternehmen im Mid-Market-Segment der Wiener Börse notieren. Mit dem aus dem Börsengang erwarteten maximal 26,7 Mio. Euro solle die weitere Expansion des Unternehmens finanziert werden, sagte Phion-Chef Wieland Alge bei der Präsentation der Eckdaten des IPO am Mittwoch.

Bis inklusive 2. Juli werden 400.000 junge Aktien und 106.227 Aktien aus den Beständen des Altaktionärs Capexit in einer Preisspanne zwischen 39 und 46 Euro angeboten. Bei entsprechender Nachfrage gibt es die Möglichkeit einer Mehrzuteilung (Greenshoe) von bis zu 74.874 alten Aktien. Bei vollständiger Ausnutzung der Greenshoe-Option wird sich die vor fünf Jahren bei Phion eingestiegene Private-Equity-Gesellschaft Capexit, die derzeit 44 Prozent hält, komplett zurückziehen. Gründer und Management, die derzeit 56 Prozent der Anteile halten, würden entsprechend verwässert.

Bei voller Ausnutzung des Rahmens wird der Streubesitz von Phion rund 73 Prozent betragen. Nach Ansicht des Leadmanagers Erste Bank, der auch die Mehrheit an der Beteiligungsgesellschaft Capexit hält, ist Phion damit auch ein Übernahmekandidat. Phion mit Sitz in Innsbruck betreut derzeit rund 400 Kunden, darunter die OMV und RHI. Mit rund 50 Mitarbeitern hat das auf die Abwehr von Viren, Hacker und anderer Misslichkeiten spezialisierte Unternehmen in dem am 31. März beendeten Geschäftsjahr 2006/07 den Umsatz von 3,7 auf 5,7 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich von minus 217.000 Euro auf plus 70.000 Euro.

Neben Österreich, Deutschland und Schweiz will Phion nun auch in Italien, Benelux, Großbritannien und im Nahen Osten tätig werden, insbesondere in den Emiraten, in Saudi-Arabien, Kuwait und Oman. "Die Nachfrage nach europäischen Produkten ist dort größer als nach amerikanischen," sagte Alge. (Günther Strobl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.06.2007)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Will Geld von der Börse in die Expansion stecken: der Chef von Phion, Wieland Alge.

Share if you care.