Übernahmewelle geht weiter

30. Juli 2007, 16:41
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Auf dem Stromsektor sind laut einer Studie von KPMG "einige Megadeals geplant"

Wien - Die globale Energieszene bleibt unter Strom. Auch in den nächsten Jahren werde weiter fleißig fusioniert und akquiriert. Davon gehen zumindest 40 Top-Manager von weltweit agierenden, führenden Energieunternehmen aus, die von dem international tätigen Beratungsunternehmen KPMG für den Bericht "Powering Ahead" befragt wurden.

Hart umkämpfter Markt

Sie sind sich weiters sicher, dass einige mittlere aber auch große Unternehmen Megadeals planen. Damit werde versucht, sich am hart umkämpften Markt stärker zu etablieren. "Der Sektor boomt", sagte KPMG-Österreich-Chef Klaus Mittermair. Er verwies auf den Erwerb des spanischen Stromerzeugers Endesa durch die italienische Enel gemeinsam mit der ebenfalls spanischen Acciona, auf die Übernahme von Scottish Power durch Iberdrola und den Erwerb von Thames Water durch das Macquarie-Konsortium. "Der Trend wird sich vermutlich auf unbestimmte Zeit fortsetzen", sagte Mittermair.

Darauf deuteten die Hauptaussagen der Studie. So hätten etwa drei Fünftel der Befragten angegeben, ihr Unternehmen suche aktiv nach Akquisitionen.

Marktanteile gefragt

Jedes zweite Unternehmen hat der Erhebung zufolge in den vergangenen drei Jahren einen Mitbewerber übernommen. Mehr als die Hälfte der Befragten nannte die Erhöhung des Marktanteils als Hauptziel von Mergers & Akquisitions-Aktivitäten.

Andere Beweggründe seien der Erwerb neuer Produkte und Dienstleistungen, die Eroberung neuer geografischer Gebiete und die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.

Mehr als die Hälfte der Befragten schaut sich nach Angaben von KPMG um zusätzliche Akquisitionsmöglichkeiten um, weil sie dem verstärkten Wettbewerb durch größere konsolidierte Verbünde begegnen wollten. Eine Mehrheit erwartet verstärkte Aktivitäten im Bereich der Windkraft und anderer erneuerbarer Energien. In Europa werde der "Merger-Trend" durch die vollständige Deregulierung noch beschleunigt, sagte Mittermair. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.6.2007)

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